Syrien: Angeblich Massaker mit mehr als 100 Toten in Al-Hula
Die Hälfte der Opfer seien Kinder gewesen, erklärte der oppositionelle Syrische Nationalrat am Samstag. Die Menschen seien entweder beim Artilleriebeschuss der Stadt in der Provinz Homs gestorben oder anschließend von regimetreuen Freischärlern getötet worden, die im Feuerschutz der Truppen von Haus zu Haus gegangen seien.
Wie die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte, setzte eine Massenflucht von Überlebenden aus Al-Hula ins Landesinnere ein. Die Nachrichten konnten wegen der Medienblockade des Regimes nicht überprüft werden. Sollten sie sich bestätigen, so wäre dies das schlimmste Blutbad an Zivilisten an einem Ort seit Monaten in Syrien.
Der Syrische Nationalrat forderte die Einberufung des UN-Sicherheitsrates, um die Verantwortlichen für das angebliche Massaker festzustellen. In Syrien unterdrückt das Regime von Präsident Baschar al-Assad seit fast 15 Monaten mit brutaler Gewalt eine anfangs friedliche Protestbewegung, die inzwischen stellenweise in einen bewaffneten Aufstand umgeschlagen ist.


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