Ärztepräsident weist Kritik an Bluttest auf Down-Syndrom zurück

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat Kritik an dem neuen Bluttest für Schwangere zur Diagnose des Down-Syndroms zurückgewiesen.
05.07.2012 | epd

Der Bluttest sei besser als eine mit Risiken behaftete Fruchtwasseruntersuchung, sagte Montgomery der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstag). In der öffentlichen Diskussion gehe es auch nicht um diese neue Diagnosemethode, sondern um die Pränataldiagnostik und ihre Konsequenzen insgesamt, sagte der Mediziner.

"Unsere Gesellschaft hat sich für Pränataldiagnostik entschieden. Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen", zeigte sich Montgomery überzeugt. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, will am Vormittag ein Gutachten über die rechtliche Zulässigkeit des Tests veröffentlichen.

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