Landesbischof kritisiert Bluttests für Down-Syndrom

Der badische Landesbischof Ulrich Fischer hat die geplante Einführung von Bluttests zur Erkennung des Down-Syndroms kritisiert. Damit werde der Druck auf Eltern, die sich für ein behindertes Kind entscheiden, enorm verstärkt, sagte der evangelische Theologe in einem ökumenischen Festgottesdienst zum "Schöpfungstag" in Gaienhofen bei Konstanz.
08.07.2012 | epd

Der umstrittene "PraenaTest" soll in wenigen Tagen auf den deutschen Markt kommen, in den USA wird er bereits seit 2011 genutzt. Es sei anmaßend, wenn man sich zum Herr über das Leben aufschwinge und meine, menschliches Leben am Lebensanfang manipulieren oder selektieren zu dürfen, sagte Fischer laut Redemanuskript.

Er kritisierte neben den Bluttests auch Abtreibungen und Experimente mit embryonalen Stammzellen ebenso wie Präimplantationsdiagnostik. Auch am Lebensende solle man Menschen in Würde sterben lassen und nicht Beihilfe zur Selbsttötung als menschliches Recht einfordern, betonte der Landesbischof.

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