Sozialministerin Özkan lehnt Bluttests für Down-Syndrom ab

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) lehnt die geplanten Bluttests zur Erkennung des Down-Syndroms ab.
09.07.2012 | epd

"Den Einstieg in solche Testverfahren betrachte ich mit großer Sorge", sagte Özkan der "Neuen Presse" in Hannover (Montagsausgabe). Der umstrittene "PraenaTest" soll dieser Tage auf den deutschen Markt kommen. Mit ihm kann schon während der Schwangerschaft festgestellt werden, ob das ungeborene Kind an Trisomie 21 leidet.  

"Ich warne davor, ungeborene Kinder nur defizitorientiert zu betrachten", sagte die Ministerin. "Gerade Menschen mit Down-Syndrom strahlen oft eine faszinierende Lebensfreude aus." Die Pränataldiagnostik müsse eine Ausnahme bleiben, forderte Özkan.

In den USA wird der "PraenaTest" bereits seit 2011 genutzt. Das Verfahren beruht auf dem Umstand, dass im Blut einer Schwangeren kindliches Erbgut zu finden ist. So kann mit einem einfachen Bluttest festgestellt werden, ob das Ungeborene Trisomie 21, also das Down-Syndrom, hat.

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