"Dieser Richter ist auf einen sehr hohen Baum geklettert"

Der Beschneider und Rabbiner Reuven Unger über die Tradition der Beschneidung und das Kölner Urteil
Beschneidungswerkzeug des Mohel

Foto: Wikimedia Commons

Historisches Beschneidungswerkzeug eines Mohel, ausgestellt im Göttinger Stadtmuseum.

Die Diskussion um das Urteil des Landesgerichts Köln zur Rechtmäßigkeit religiöser Beschneidungen ist noch nicht vorbei. Ist die Beschneidung rechtens oder wird hier das Kindeswohl missachtet? Im Interview erzählt der einzige offiziell lizensierte Mohel Deutschlands, Rabbiner Reuven Unger aus Frankfurt am Main, warum dieses jahrtausendealte Ritual noch immer wichtig ist.
07.08.2012 | von Karola Kallweit

Wie wird man eigentlich ein Mohel, ein Beschneider nach jüdischer Tradition?

Rabbiner Reuven Unger: Man lernt das von einem anderen Mohel, den man für eine längere Zeit begleitet und beobachtet. Und wenn man sich zutraut, eine Beschneidung zu machen, macht man sie. Natürlich kommt es auch auf das Talent des Schülers und des Lehrers an.

Und wie übt der Schüler?

Unger: Der Schüler übt das richtige Anfassen. Es gibt so eine Art Schild, die Schneidevorrichtung. Wenn wir dann wissen, dass er den Penis am richtigen Teil anfasst und das Schild richtig setzt, dann zeigen wir ihm, wie er schneiden muss. Also wenn er diese zwei Sachen richtig macht, dann ist er schon, wie man sagt, "auf der Fährt". Der eigentliche Schnitt ist keine große Sache. Das könnte eigentlich jeder machen.

"Der Richter hat vor dem Urteil nicht seine Hausaufgaben gemacht"

Haben Sie denn Beschneidungs-Lehrlinge?

Unger: Ein wichtiges Kriterium ist die Anzahl der Beschneidungen, die der Mohel-Lehrer hat. Ich habe durchschnittlich alle zwei Wochen eine Beschneidung. Von mir kann man also so viel nicht lernen, beziehungsweise es würde sehr lange dauern. Ein guter Mohel in Israel hat fünf oder sechs Beschneidungen am Tag. Bei ihm kann man gut lernen.

Mohel Reuven Unger. Foto: privat

Und die gesamte Beschneidung dauert wie lange?

Unger: 15 Minuten dauert es mit dem Händewaschen, mit den ganzen Vorbereitungen. Die Beschneidung selbst dauert eine oder zwei Minuten. Maximal. Mit dem Anlegen des Verbands zwei Minuten. Das soll und darf nicht länger dauern. Wenn sie das bei jemandem sehen, dann ist der wahrscheinlich nicht ausgebildet.

Der Säugling muss dabei doch Schmerzen empfinden.

Unger: Ich kann Ihnen nicht versichern, dass es nicht weh tut, wenn ich schneide. Aber in dem Moment stecke ich dem Säugling einen in süßen Wein getränkten Wattebausch in den Mund. Den lutscht er und schon ist er abgelenkt und ruhig. Nach der Beschneidung bekommt er etwas zu essen. Die Beschneidung geschieht auf leeren Magen. Anschließend schläft er sich ruhig. Dass er überhaupt nichts merkt, kann man nicht sagen. Aber es ist nicht so schlimm. Ich weiß nur eines, wenn ein Kind wirklich Schmerzen hat, dann kann man es nicht beruhigen.

Was sagen Sie zu dem Kölner Urteil?

Unger: Ich denke dieser Richter ist auf einen sehr hohen Baum geklettert und nun kann er nicht mehr so leicht hinunter. Der Richter hat vor dem Urteil nicht seine Hausaufgaben gemacht. Er sagt: "Ich verbiete Ihnen doch nicht die Beschneidung, ich sage nur, warten sie bis das Kind alt genug ist, um es zu fragen." Das Problem ist nur, im Judentum ist die Beschneidung so streng geregelt, man darf sie nicht um einen Tag verschieben, außer das Kind ist krank.

"In dieser Sache können wir nicht nachgeben"

Eine knappe Mehrheit in Deutschland ist gegen das Ritual der Beschneidung.

Unger: Aber das sind Menschen, die haben überhaupt nichts damit zu tun. Was interessiert die das? Es ist vielleicht ein altes Ritual, genau wie die Kopfbedeckung. Schöner ist, man geht ohne Kopfbedeckung. Aber es ist unser Ritus und unser Ritus schreibt uns vor, was mir machen sollen. Es gibt Dinge, da muss man vielleicht nicht hundertprozentig sein. Aber in dieser Sache können wir nicht nachgeben.

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Die Brit Mila (Beschneidung) durch einen Mohel

Eine Beschneidung ist im Judentum die religiöse Pflicht des Vaters. Heutzutage führt er sie in der Regel nicht selbst durch, sondern gibt dem Mohel eine Vollmacht. Ein Arzt oder Mohel muss zunächst die Gesundheit des Kindes feststellen. Der Mohel erfühlt dann die Stelle, wo er den Schnitt ansetzen will. Anschließend stülpt er eine Art Schild darüber. Mit einem speziellen Messer oder Skalpell wird die Vorhaut, die übersteht, abgetrennt. Nach der Beschneidung saugt der Mohel mit einer Spritze ein wenig Blut ab und verbindet die Wunde, die etwa 24 Stunden später verheilt ist.

Die Beschneidung muss am 8. Tag passieren. Das steht in der Genesis, ich zeige Ihnen die Stelle in der Torah. Gott hat zu Abraham gesagt: "Du sollst makellos sein." Wenn ein Mensch nicht beschnitten ist, dann ist er nicht ganz. Wenn er beschnitten ist, dann wird er ganz.

Was würde passieren, wenn es am 9. Tag ist?

Unger: Was wird passieren, passieren wird gar nichts. Es ist ein Verstoß gegen die Regel. Wenn wir eine Vorschrift haben, dass es am 8. Tag geschehen muss und wir das nicht machen, dann sind wir nicht unserer Pflicht nachgekommen. Okay, was passiert Juden aus der ehemaligen Sowjetunion, die das 80, 90 Jahre lang überhaupt nicht gemacht haben, weil es in manchen Regionen verboten war? Viele kommen jetzt und holen das nach.

Muss ein Mohel gleichzeitig auch ein Rabbiner sein?

Unger: Nein. Ich bin zwar Rabbiner im Alltag, aber es ist nicht unbedingt notwendig. Aber es ist ein religiöser Akt par excellence, deshalb darf er auch nur von einem Juden gemacht werden. Wenn ein Nichtjude das macht, müsste man das dann später korrigieren.

"Früher waren die Leute nur beim Mohel"

Wie viele Mohels gibt es denn in Deutschland?

Unger: Es gibt in Deutschland einen offiziellen Mohel und das bin ich. Ich bin der einzige, der eine Lizenz hat, eine offizielle Erlaubnis aus Israel. In Jerusalem gibt es ein Gremium bestehend aus Vertretern des Oberrabbinats, des Gesundheitsministeriums und des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten. Sie vergeben die Lizenzen und überwachen Beschneidungen.

Was unterscheidet Sie von einem Mediziner?

Unger: Noch nicht allzu lange her, da waren die Leute nur beim Mohel und nicht bei Ärzten und in Krankenhäusern. Als ich vor 27 Jahren nach Deutschland kam, habe ich mehrere Beschneidungen in der Uniklinik gemacht. Da war ein Professor, der sagte: "Sie machen das viel besser als wir". Und das, obwohl ich kein Arzt bin. Wenn Mütter nachfragten, sagte er immer: "Du brauchst keine Bedenken haben, das macht der Unger." Ich mache eben nichts anderes. Ich mache nur Beschneidungen und habe eine solche Routine. Ich kann das einfach. Vielleicht auch besser als die Ärzte.

Fühlen Sie sich benachteiligt?

Unger: In Köln, das war ja auch ein Arzt. Und da ist etwas schief gelaufen. Aber wenn bei einem Mohel etwas passiert, dann wird jeder sagen: "Er ist kein Arzt." Wir sind gut ausgebildet, wir machen genau das was wir können.

"Sie machen alles, damit ihr Kind beschnitten wird"

Sind die Juden in Deutschland jetzt gerade verunsichert?

Unger: Nein, das kann ich nicht feststellen.

Ist die Beschneidung nicht nur ein religiöses, sondern auch ein kulturelles Ritual?

Unger: Es gibt viele Menschen, die halten die Gebote nicht ein, die sind nicht fromm, die sind nicht orthodox. Aber wenn es zur Beschneidung kommt, dann machen sie alles, damit ihr Kind beschnitten wird.

Aber es gibt ja auch säkulare Juden, die beschnitten sind, und da würde ich denken, dass das eben nicht religiös motiviert ist sondern einfach aufgrund einer traditionellen Verbundenheit zur eigenen Geschichte.

Unger: Am Shabbat fährt ja auch ein Säkularer kein Auto. Es ist ein rein religiöser Akt.

Hätte ein nicht beschnittener Junge in Israel oder auch hier soziale Nachteile?

Unger: Es kann sein, aber das ist nicht der Grund, warum man das macht. Der Grund, warum die Mehrheit das macht, ist ein religiöser. Nur ein kleiner Prozentsatz macht es aus kulturellen oder gesundheitlichen Gründen.

Kommentare

Liest man dieses Interview, dann komme ich mir vor, als ob ich im Mittelalter bin.

Religionsgemeinschaften und religiöse Bürger haben selbstverständlich das Recht, ihre religiös begründeten Ansichten in der öffentlichen Diskussion mit dem Ziel des Überzeugens darzustellen. Wenn solche ursprünglich religiösen Gründe einen vernünftigen, von Glaubensgrundsätzen unabhängigen Kern haben, z. B. gesundheitliche, können sie mit Zustimmung der Mehrheit gegebenenfalls sogar in allgemein gültige Gesetze überführt werden. Religiösen Menschen muss umgekehrt aber auch zugemutet werden, dass sie auf Vernunft und Nachvollziehbarkeit gestützte gesetzliche Vorgaben eines demokratischen Gemeinwesens akzeptieren und mit ihren religiösen Überzeugungen vereinbar machen. Dass das möglich ist und über die Jahrhunderte immer wieder geschehen ist, zeigen die ursprünglich biblisch (siehe Mose-Bücher!) geforderte Todesstrafe für Ehebruch, Homosexualität, Entehrung des Sabbats oder etwa das religiös motivierte öffentliche Verbrennen von Glaubensabtrünnigen oder das biblisch legitimierte Halten von Sklaven. Die Beispiele zeigen, dass trotz behaupteter Unumstößlichkeit der Gebote heiliger Schriften eine Anpassung aufgrund von Einsicht und Vernunftgründen oder öffentlichem Druck möglich ist.

Wie wäre es, wenn Beschneider und Rabbiner Reuven Unger nochmal darüber nachdenkt, in welcher Zeit er lebt.

uwelehnert wrote:
Liest man dieses Interview, dann komme ich mir vor, als ob ich im Mittelalter bin.

So mancher Deutscher leidet an Realitätsverlust. Schämen sie sich eigentlich nicht mit Propagandablödspüchen wie ein Nazi, Kommunist oder anderweitig materiell - deswegen geistig nicht - Vorhandener aufzuwarten?

Quote:
Religionsgemeinschaften und religiöse Bürger haben selbstverständlich das Recht,

"Selbstverständlich Recht" haben Juden durchaus, wenn sie ihre Kinder beschneiden.

Quote:
ihre religiös begründeten Ansichten in der öffentlichen Diskussion mit dem Ziel des Überzeugens darzustellen.

Übersetzt heisst das wohl vermutlich "Lasst die Penner doch einfach quasseln - soange sie alle nur tun was ich will"

Quote:
Wenn solche ursprünglich religiösen Gründe einen vernünftigen, von Glaubensgrundsätzen unabhängigen Kern haben, z. B. gesundheitliche, können sie mit Zustimmung der Mehrheit

Die Mehrheit der Deutschen (also die Atheisten Deutschlands ab einem Mann aufwärts) will der Minderheit der Juden etwas aufzwingen. Das klingt sowas von bescheuert in meinen Ohren, dass ich es gar nicht ausdrücken kann.

Quote:
gegebenenfalls sogar in allgemein gültige Gesetze überführt werden. Religiösen Menschen muss umgekehrt aber auch zugemutet werden,

Heil Zumuter, zumutest du heute wieder mal?

Quote:
dass sie auf Vernunft und Nachvollziehbarkeit gestützte gesetzliche Vorgaben eines demokratischen Gemeinwesens akzeptieren und mit ihren religiösen Überzeugungen vereinbar machen.

Ich dachte immer in der aufgeklärten Neuzeit heisst das "Reisst dem letzen Pfaffen die Därme aus dem Leib um damit den letzten Adligen aufzuhängen" (O-Ton französische Revolution).

Quote:
Dass das möglich ist und über die Jahrhunderte immer wieder geschehen ist, zeigen die ursprünglich biblisch (siehe Mose-Bücher!) geforderte Todesstrafe für Ehebruch, Homosexualität, Entehrung des Sabbats oder etwa das religiös motivierte öffentliche Verbrennen von Glaubensabtrünnigen oder das biblisch legitimierte Halten von Sklaven. Die Beispiele zeigen, dass trotz behaupteter Unumstößlichkeit der Gebote heiliger Schriften eine Anpassung aufgrund von Einsicht und Vernunftgründen oder öffentlichem Druck möglich ist.

Irgendwie klingt das sehr skuril - aber auch geradezu rührend naiv - in meinen Ohren.

Quote:
Wie wäre es, wenn Beschneider und Rabbiner Reuven Unger nochmal darüber nachdenkt, in welcher Zeit er lebt.

Wie wäre es, wenn sie es schlicht und einfach sein ließen Juden zu beleidigen? Nichts an dem Text deutet auch nur ansatzweise darauf hin, dass da ein Mensch spricht, der nicht in seiner Zeit lebt. Natürlich ist es für einen Juden wichtig Bestandteil des jüdischen Volkes zu sein.

http://youtu.be/rCkcSSNx_jU

Ein geradezu lehrbuchhaftes Beispiel sachlicher Diskussion. Weiter so! Aber bitte vorher den Wutschaum aus dem Gesicht wischen. (www.uwelehnert.de)

Unherzliches Beileid, dass sie an den Falschen geraten sind, der sich von ihren Blödsprüchen nicht beeindrucken lässt.

http://youtu.be/_s0c6ifpAQY

Wenn Sie die sachlichen Ausführungen von uwelehnert mit Ihren Beschimpfungen (Nazi, geistig nicht vorhanden...) vergleichen, zeigt sich ganz deutlich, wer auf Blöd-Niveau argumentiert.

Tja - da müssen sie sich beim lieben Gott selbst beschweren. Ich kann nicht wirklich etwas dafür, dass ich mich mit Ihnen immerhin noch auf Blöd-Niveau "unterhalten" kann statt einfach nur blöde vor mich hinzustieren und irgendwas unzusammenghängendes zu stammeln - da ist einzig und allein nur er dran schuld.

http://youtu.be/GWtk5AOMqW4

Da wird aber jemand ganz schön aggressiv. Typisch, wenn einer Religion ihre Privilegien gestrichen werden sollen. Die Zeiten ändern sich. Es gibt keinen Staat im Staat. Genau so wenig, wie man Ehrenmorde als innerreligiöse Angelegenheit deklarieren kann, die den Staat nichts angehen soll, genau so wenig kann irgend eine Religion bestimmen, dass eine Körperverletzung den Staat nichts anzugehen hat.
Abraham hat sich nur die Spitze der Vorhaut abgeschnitten und in der Bibel steht "Am Fleische der Vorhaut sollt ihr beschnitten sein". Das kann man problemlos so interpretieren, dass ein winziges Stück Vorhaut reicht, welches abgeschnitten wird. Hier kann das Judentum sehr wohl die Riten ändern. Wenn man nur will.

Sie können sich hundertprozentig darauf verlassen, dass ich persönlich keinesfalls irgendeinen jüdischen Brauch ändern werde. Ich wüsste auch gar nicht warum das irgendein Ausserjüdischer überhaupt wollen sollte. Und "Körperverletzung" ist für mich immer noch der Zustand nach einer Rauferei - und nicht der Zustand nach einer Bergrettung.

http://youtu.be/4DFp00tnSv4

Diese theologisch-kulturhistorische Debatte ist zweifellos notwendig, berührt aber nicht das wirkliche Problem: Die eigentlichen Adressaten des deutschen Verbotes der Genitalverstümmelung sind die hier wohnenden Moslems ! (Das hier kritisierte Urteil betrifft denn auch eine moslemische Beschneidung) Bei diesen ist es nicht unüblich,die Vorhautentfernung ihrer Söhne als Therapie einer Phimose zu deklarieren und von der Solidargemeinschaft bezahlen zu lassen. Man frage einmal Kinderchirurgen großer Krankenhäuser nach gehäuft gleichzeitig auftretenden "Phimosen" bei männlichen Verwandten im Kindesalter.

masaniello wrote:
Diese theologisch-kulturhistorische Debatte ist zweifellos notwendig, berührt aber nicht das wirkliche Problem: Die eigentlichen Adressaten des deutschen Verbotes der Genitalverstümmelung sind die hier wohnenden Moslems !

Die können sich im Moment noch nicht so richtig wehren, weil gerade Ramadan ist. Aber wozu bin ich denn da? Es ist übrigens sehr einfach den Ausruck "Beschneidung" zu verwenden - man braucht überhaupt nicht fremden- und kulturfeindliche Begriffe wie "Genitalverstümmelung" benutzen. Es handelt sich dabei auch nicht um eine Körperverletzung, wie z.B. einer Körperverletzung im Rahmen eines Fußballspieles, einer Schlägerei oder anderer beliebter Freizeitaktivitäten Deutscher. Man kann vieleicht sagen: Aus Gründen spiritueller Heilung oder spirituellem Ganzseins kommt es zu einem Eingriff in die Körperintegrität. Vergleichbar ist das durchaus einem medizinischen Vorgehen. Praktisch jede medizinische Behandlung ist auch eine Verletzung der [Körper-]integrität - das Ziel der Beschneidung ist aber wie in der Medizin [spirituelle] Heilung und nicht eine Schädigung.

Quote:
(Das hier kritisierte Urteil betrifft denn auch eine moslemische Beschneidung) Bei diesen ist es nicht unüblich,die Vorhautentfernung ihrer Söhne als Therapie einer Phimose zu deklarieren und von der Solidargemeinschaft bezahlen zu lassen. Man frage einmal Kinderchirurgen großer Krankenhäuser nach gehäuft gleichzeitig auftretenden "Phimosen" bei männlichen Verwandten im Kindesalter.

Igitt igitt - was sind die Muslime aber auch für böse Menchen, bevorzugen sie es doch die Beschneidung ihrer Kinder von einem medizinischem Fachmann - gemeinhin "Arzt" genannt - durchführen zu lassen. Ist doch viel besser, wenn man das höchstrichterlich kriminalisiert und Muslime zu einem Beschneidungsurlaub in der Türkei zwingt oder ähnliches.

http://youtu.be/tJMQB1n4Kjs

Mit einer Zwangsbeschneidung wird am Kind nichts geheilt. Sondern nur verletzt.
Beim Fußball oder anderen Aktivitäten wird ein Risiko in Kauf genommen und nicht vorsätzlich verletzt. Und das meist von Menschen, die fähig sind, die sich bewusst für das Risiko zu entscheiden. Diese Möglichkeit hat ein Säugling nicht.
" Aus Gründen spiritueller Heilung oder spirituellem Ganzseins kommt es zu einem Eingriff in die Körperintegrität."
Man kann es natürlich so umschreiben, dass es sich harmlos anhört. So etwa wie, "verschärfte Verhörmethoden" als Synonym für Folter. Aber das Baby wird nicht geheilt und wird auch nicht spirituell ganz durch eine Zwangsbeschneidung. Es empfindet ganz einfach starke Schmerzen.

Elvenpath wrote:
Mit einer Zwangsbeschneidung wird am Kind nichts geheilt. Sondern nur verletzt.

Wenn sie das unbedingt so sehen wollen, dann müssen sie die Psychotherapie für alle Juden und Muslime bezahlen die nichts anderes im Kopf haben als ihrem eigenen Kind mit der Beschneidung zu schaden. Oder sind die vieleicht doch nicht so pervers wie Ihnen das erscheint und erdreisten sich sogar die eigenen Kinder zu lieben?

Quote:
Beim Fußball oder anderen Aktivitäten wird ein Risiko in Kauf genommen und nicht vorsätzlich verletzt.

Da kriegen sie vom Fußball irgendwas nicht mit. Es gibt da sogar gelbe und rote Karten die ahnden was nicht vermieden werden kann. "Normalerweise" müsste man den Fußball wegen Anstiftung zur Körperverletzung verbieten. Zumindest wenn man ihre Form der Normal zugrunde legen würde.

Quote:
Und das meist von Menschen, die fähig sind, die sich bewusst für das Risiko zu entscheiden. Diese Möglichkeit hat ein Säugling nicht.

So mancher männliche Säugling würde sich vielleicht gerne gegen seine toitschen Eltern entscheiden und würd gerne als Jude beschnitten werden. Aber is nich. Man beschneidet doch nicht einfach irgendwen.

Quote:
" Aus Gründen spiritueller Heilung oder spirituellem Ganzseins kommt es zu einem Eingriff in die Körperintegrität."
Man kann es natürlich so umschreiben, dass es sich harmlos anhört. So etwa wie, "verschärfte Verhörmethoden" als Synonym für Folter. Aber das Baby wird nicht geheilt und wird auch nicht spirituell ganz durch eine Zwangsbeschneidung. Es empfindet ganz einfach starke Schmerzen.

Lesen sie den Artikel hier - sprechen sie mit Juden die beschnitten wurden. Und dann schauen sie mir noch mal in meine cyanidblauen Äugilein, wen sie sich gerne noch ein wenig giften wollen.

The Night They Drove Old Dixie Down

Es handelt sich bei der Beschneidung in jedem Fall um eine Körperverletzung im rechtlichen Sinne - dieses hat das LG Köln nicht nur festgestellt, es ist ihm in dieser Hinsicht auch noch nicht von berufener Seite widersprochen worden. Es geht in der öffentlichen Debatte doch nur darum, ob und wie man diese bisher ungesetzlich praktizierten Straftaten mit der allgemeinen Rechtsordnung vereinbar machen will bzw. kann. Rekurse auf religiöse Traditionen können dabei nur ein -zweifellos gewichtiges - Argument neben zahlreichen anderen sein.

masaniello wrote:
Es handelt sich bei der Beschneidung in jedem Fall um eine Körperverletzung im rechtlichen Sinne - dieses hat das LG Köln nicht nur festgestellt, es ist ihm in dieser Hinsicht auch noch nicht von berufener Seite widersprochen worden. ...

Was für ein Schwachsinn - ein Glück dass ich ein Jurist bin. Aber es ist nicht wirkich etwas Neues in Deutschland dass sich der Obrigskeitsstaat irgendwo ganz woanderes befindet als es für das Land und die Menschen hier gut ist.

http://youtu.be/tUQa0u3k8Pc

zaangalewa wrote:
masaniello wrote:
Es handelt sich bei der Beschneidung in jedem Fall um eine Körperverletzung im rechtlichen Sinne - dieses hat das LG Köln nicht nur festgestellt, es ist ihm in dieser Hinsicht auch noch nicht von berufener Seite widersprochen worden. ...

Was für ein Schwachsinn - ein Glück dass ich ein Jurist bin. Aber es ist nicht wirkich etwas Neues in Deutschland dass sich der Obrigskeitsstaat irgendwo ganz woanderes befindet als es für das Land und die Menschen hier gut ist.

http://youtu.be/tUQa0u3k8Pc[/quote]

Rechtschreibfehler haben zwar null und gar keinen Bildungsgehalt - aber manchmal - also deswegeen kurz korrigiert: Ich bin kein Jurist - und interessiere mich auch nicht für die Juristerei - außer es gibt dabei was zu lachen.

Das Buch Genesis haben unbekannte Autoren vor über zweieinhalbtausend Jahren verfasst. Würde es tatsächlich Anweisungen eines Gottes enthalten, sollte man diese natürlich im eigenen Interesse befolgen. Was, wie Herr Lehnert schon angesprochen hat, nur teilweise geschieht. Zum Beispiel werden auch Unbeschnittene nicht mehr aus dem "jüdischen Volk" ausgerottet. Wie man heutzutage die Thora noch für ein Wort Gottes halten kann, wird mir wohl weiterhin schleierhaft bleiben. Sollte es diesen eifersüchtigen und rachsüchtigen und verehrungsbedürftigen Gott tatsächlich geben, wäre es furchtbar. Und dass dieser angebliche Gott angeblich will, dass bei männlichen Neugeborenen ein Stück Haut vom Penis abgeschnitten wird, halte ich für mehr als befremdlich.

Wolfgang Klosterhalfen wrote:
Das Buch Genesis haben unbekannte Autoren vor über zweieinhalbtausend Jahren verfasst. Würde es tatsächlich Anweisungen eines Gottes enthalten, sollte man diese natürlich im eigenen Interesse befolgen. Was, wie Herr Lehnert schon angesprochen hat, nur teilweise geschieht. Zum Beispiel werden auch Unbeschnittene nicht mehr aus dem "jüdischen Volk" ausgerottet. Wie man heutzutage die Thora noch für ein Wort Gottes halten kann, wird mir wohl weiterhin schleierhaft bleiben. Sollte es diesen eifersüchtigen und rachsüchtigen und verehrungsbedürftigen Gott tatsächlich geben, wäre es furchtbar. Und dass dieser angebliche Gott angeblich will, dass bei männlichen Neugeborenen ein Stück Haut vom Penis abgeschnitten wird, halte ich für mehr als befremdlich.

Nur um mal etwas mehr zu konkretisieren: es waren unbeschnittene deutsche Voilltrottelschen die in etwa ein Drittel des jüdischen Volkes - darinter auch viele Deutsche - ausgerottet haben. Wenn sie propagandistisch geschickt mit einem abstrus provokanten Halbwissen verleumderisch die Opfer einer genozidalen Ausrottungsaktion in die Täterschere klemmen wollen, dann sollten sieman sich viellöeicht dich mal slebst die Frage stellen wie es kommt dass sie die eigene Kultur und Geschichte ablehnen und wer sie bis über beide Ohren mit einem perfiden Antisemitismus aufgebockt hat, der die Täter-Opfer-Rollen verqueren will.

http://youtu.be/owoTkBnZu_U

Werter Diskussionsteilnehmer Zaangalewa, wie wäre es, wenn Sie Ihre Beiträge vorher noch einmal in Ruhe durchlesen würden, bevor Sie hier wutschnaubend um sich schlagen. Sie gehen ja überhaupt auf kein Argument ein, sie nehmen die Ausführungen Ihrer Kontrahenten nur zum Anlass, ihnen Antisemitismus und geistige und moralische Rückständigkeit vorzuwerfen. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Ihre Polemik auch nur einem Leser – ganz sicher auch nicht den Befürwortern der Beschneidung – imponieren wird. Offenbar reagieren Sie besonders aggressiv, wenn man Ihnen Ihre eigenen Schriften vorhält. Fühlen Sie sich dann besonders ertappt oder argumentationslos, dass Sie nur noch rotsehen?

Mir im Übrigen Antisemitismus vorzuwerfen, entbehrt jeder Grundlage. Ich habe in meinem Buch „Warum ich ein Christ sein will“ in Kapitel VI,2 (‘tschuldigung für die Werbung) mich sehr ausführlich mit dem christlichen Antisemitismus von den Anfängen des Christentums bis zur Haltung der Kirchen im 3. Reich auseinandergesetzt und nicht den geringsten Zweifel aufkommen lassen, auf welcher Seite mein Mitgefühl, Verständnis und Sympathie liegen. Das hindert mich dennoch nicht daran, sachliche, wenn es sein muss auch scharfe, Kritik an bestimmten jüdisch-religiösen Vorschriften zu üben. (www.uwelehnert.de)

<a href="http://www.uwelehnert.de wrote:
Werter">www.uwelehnert.de]Werter Diskussionsteilnehmer Zaangalewa, wie wäre es, wenn Sie Ihre Beiträge vorher noch einmal in Ruhe durchlesen würden,

Mir ist es schon zu blöd, dass ich überhaupt was dazu sagen muss - aber wer sonst sollte was dazu sagen, wenn nicht ich?

Quote:
bevor Sie hier wutschnaubend um sich schlagen.

Da müssten sie mich erst mal wütend erleben - und nicht einfach nur schlusig angwidert.

Quote:
Sie gehen ja überhaupt auf kein Argument ein,

¿Argument? - wollen sie damit sagen in dem ganzen aufgehübschten atheistischen Propagandaschmarrn gibt es irgendwo ein Argument? Der Atheismus ist nicht die Staatsreligion der Bundesrepublik die allen Menschen ihr "Nichts-sein" aufzwingen darf. Alles ist erlaubt - außer es ist verboten. Die Beschneidung ist nicht verboten - also ist sie erlaubt. Komscherweise hat aber ein Richter (Judikative) ein Verbot erlassen (Legislative) das im weitesten Sinne allen Ärzten der Bundesrepublik (Seit wann sind Ärzte eigentlich der Exekutive des Staates zugeordnet?) verbieten will Beschneidungen aus spirituellen Gründen mit Fachwissen und Fachkönnen helfend zur Seite zu stehen. Gott-sei-Dank hat Baden-Würtemberg die Siatioaniotn eratmal entschärft und damit überhaupt erst diskussionsdfähig gemacht.

Quote:
Mir im Übrigen Antisemitismus vorzuwerfen, entbehrt jeder Grundlage. Ich habe in meinem Buch „Warum ich ein Christ sein will“ in Kapitel VI,2 (‘tschuldigung für die Werbung) mich sehr ausführlich mit dem christlichen Antisemitismus von den Anfängen des Christentums bis zur Haltung der Kirchen im 3. Reich auseinandergesetzt und nicht den geringsten Zweifel aufkommen lassen, auf welcher Seite mein Mitgefühl, Verständnis und Sympathie liegen.

Wollen sie damit sagen sie hätten die christlichen Kirchen im Namen des deutschen Volkes angegriffen, weil sie gerne Christ seien und meinten sie könnten ein besseres Kind Gottes werden indem sie Bücher schrieben? Ich übergeb die Sache lieber dem Jüngsten Gericht - da wird sein ein Goßes Zähneplappern all derer, die sich auch heute noch aus ihrer Verantwortung rausreden wollen. Es waren die idealistischen - also irrealen - Deutschen - Gutmenschen könnte man quasi auch irgendwie sagen - mit ihrer absoluten Regelungswut, die ein unerträgliches Drittes Reich schufen und erhielten - bis sie von der überwiegend christlichen schlusigen Auslandswelten eins so auf die deutsche Nase bekommen haben, dass sie angefangen hatten, vernünftig werden zu müssen. Das wäre auch mit weniger Idealismus und mehr Realismus gegangen.

Quote:
Das hindert mich dennoch nicht daran, sachliche, wenn es sein muss auch scharfe, Kritik an bestimmten jüdisch-religiösen Vorschriften zu üben. (www.uwelehnert.de)

Der eine Deutsche "kritisiert" eben gerne Juden - "natürlich" obwohl er selbst kein Jude ist und ohne überhaupt mit irgendeinem Juden zu sprechen - und der andere Deutsche lebte gerne im Kriegszustand mit 53 Ländern. Beides nicht so sehr meine Hobbies.

http://youtu.be/w0t1YKpJKvE

Leider ist mir ein Schreibfehler unterlaufen. Mein Buch heißt tatsächlich: Warum ich k e i n Christ sein will. Ich bitte um Entschuldigung! (www.uwelehnert.de)

ist das ruhigstellen eines säuglings mit alkohol in deutschland kein straftatbestand?

frösi wrote:
ist das ruhigstellen eines säuglings mit alkohol in deutschland kein straftatbestand?

Im Grunde: ja; aber religiös begründet: möglicherweise nein.

Zwischen Alkohol als medizinischem Instrument zur Schmerzbetäubung bei der Beschneidung und einem verwahrlostem Erziehungstil gibt es tatsächlich Unterschiede. Das "Ruhigstellen" wird heute übrigens großteils auch mit anderen Drogen als nur mit Alkohol erledigt. Ich habe da in dem Zusammenhang auch immer wieder Zweifel wie verwahrlost die deutsche Gesellschaft insgesamt bereits ist. Juden machen mir in dem Zusammenhang allerdings null und gar keine Sorgen. In der jüdischen Erziehung gilt man nämlich als Lesewurm noch was.

http://youtu.be/Wof2YpTjFao

Juden sind nicht als Säufer bekannt - Deutsche schon. Es ist natürlich auch perfide wenn Ärzten eineteiel sveroibtien wird Beschneidungen nach modernren Maßstäben durchzuführen und dann gleichjzeitig traditionelle Metzhdoien in Zweifel gezogen werden In der Kunst Situaionen zu schaffen in dneen jeder ier nur alles fksch machen kann, der nicht tut was man selbst will, dürfte Deutschland jedenfalls goldmedaillenverdächtig sein.

http://youtu.be/PxEXJMs8V-k

Nach meinen Informationen hat sich Abraham, auf den die Beschneidung zurück geht nur die Spitze der Vorhaut abgeschnitten.
So ergibt auch der Text in der Bibel mehr Sinn: "Ihr sollt am Fleische eurer Vorhaut beschnitten werden". Das hört sich nicht nach Komplettbeschneidung an.
Für die jüdische Religion würde es also vollkommen reichen, ein winziges Stück an der Spitze der Vorhaut abzutrennen.

Hier ist also ein Kompromiss möglich, zwischen Rechtsstaatlichkeit und religiösen Vorschriften. Wenn man denn nur will.

[quote=Elvenpath Für die jüdische Religion würde es also vollkommen reichen, ein winziges Stück an der Spitze der Vorhaut abzutrennen. Hier ist also ein Kompromiss möglich, zwischen Rechtsstaatlichkeit und religiösen Vorschriften. Wenn man denn nur will.[/quote]

Das wäre m.M. nach kein guter Kompromiss. Zum einem, weil das Kind dem gleichen Schmerz ausgesetzt wäre; und zum andem, weil auch hier das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt würde.

Es gibt doch alternative Rituale, bei denen zum Beispiel nur kurz in die Vorhaut gepikst wird. Dies sollte zum Normalfall bei Säuglingen werden und wer will, kann sich später immer noch ordentlich verschneiden lassen. Mir ist es auch unklar, warum an der vollen Beschneidung so stark festgehalten wird, obwohl der Bibel nicht zu entnehmen ist, was bei der Beschneidung eigentlich genau gemacht werden soll (wieviel abgeschnitten werden soll).

Außerdem will ich noch anmerken, dass ich das Interview mit dem Mohel recht sympathisch finde - immerhin ist es einer, der nicht so hysterisch daherkommt wie andere Beschneidungsbefürworter. Ein netter älterer Herr, dessen handwerkliche Fähigkeiten hoffentlich bald nicht mehr benötigt werden!

Was bitte soll ein "Kompromiss mit der Rechstaatlichkeit" sein? Wollen sie etwas gar behaupten, dass Deutschland der einzige Rechtsstaat der Welt ist, nur weil sie Juden Vorschriften machen wollen? Wie wäre es generell damit, dass sie erst mal Jude werden bevor sie abfangen das Judentum nach ihrem eigenen Bild und Gleichnis neu zu schaffen?

http://youtu.be/PD-Q5Wq_uKI

Sollen wir einfach mit den SChultern zucken und weitergehen wenn der Rabbi von Neonazis angepöbelt wird?
Streng nach seiner eigenen Anweisung "Ich habe überhaupt nichts damit zu tun".....
Nein, das kann ich nicht. Und das werde ich nicht tun!
Wofür hält dieser Mann mich denn?
Und wenn ein Kind verletzt wird und ihm gesunde Körperteile mutwillig abgeschnitten werden, dann muss und werde ich erst recht versuchen das Kind vor den Tätern zu beschützen.

Schmidt wrote:
Sollen wir einfach mit den SChultern zucken und weitergehen wenn der Rabbi von Neonazis angepöbelt wird?
Streng nach seiner eigenen Anweisung "Ich habe überhaupt nichts damit zu tun".....
Nein, das kann ich nicht. Und das werde ich nicht tun!
Wofür hält dieser Mann mich denn?
Und wenn ein Kind verletzt wird und ihm gesunde Körperteile mutwillig abgeschnitten werden, dann muss und werde ich erst recht versuchen das Kind vor den Tätern zu beschützen.

Ich glaub ich sollte mal ein Buch mit dem Titel "Pathos und Schluckauf" schreiben. Sie werden auf gar keinen Fall gegen Juden als potentielle Oper von Nazis vorgehen indem sie meine oder andere von den Nazis ermordeten jüdischen Familienangehörigen als Alibi-Funktion vor sich herschieben. Das ist mehr als nur geschmacklos.

http://youtu.be/rrGQZglZFTo

Hier war die Sprache von Neonazis und einem ganz besonderen Rabbi, Rabbi Unger (und nicht Juden im allgemeinen) weil diese Kombination eine gewisse Warscheinlichkeit hat. Das ist nun mal (leider) die Realität.

Und da mein persönliches Heimatland im zweiten Weltkrieg von Anfang an auf Seiten der Alliierten gekämpft hat find ich mal ehrlich gesagt Ihren Versuch bei mir Schuldkomplexe zu erwecken auch geschmacklos. Vor allem weil auch ich zu der Zeit jüdische Verwandte in Deutschland hatte. Aber auch wenn dieses nicht der Fall wäre, so finde ich es sehr unpassend wenn man heute, 67 Jahre später, versucht den heutigen Deutschen, einer Generation die mit den Greultaten nichts zu tun hatte, den zweiten Weltkrieg vorzuhalten um Kinder gesundes Gewebe abschneiden zu können. Denn in dem Fall gilt nun mal wirklich: "die haben überhaupt nichts damit zu tun..."
Bitte versuchen Sie nicht die Opfer der allierten Truppen für sich zu instrumentalisieren damit sie "aus Tradition" Menschenrechte und Grundgesetz ausser Kraft setzen können. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern total geschmacklos. Dafür sind meine Landsleute nicht gestorben.

Schmidt wrote:
Hier war die Sprache von Neonazis und einem ganz besonderen Rabbi, Rabbi Unger (und nicht Juden im allgemeinen) weil diese Kombination eine gewisse Warscheinlichkeit hat. Das ist nun mal (leider) die Realität.

Und da mein persönliches Heimatland im zweiten Weltkrieg von Anfang an auf Seiten der Alliierten gekämpft hat find ich mal ehrlich gesagt Ihren Versuch bei mir Schuldkomplexe zu erwecken auch geschmacklos.

Aufgabe: Schließen sie die Augen oder lassen sie sie offen (schön dass sie meine Befehle befolgen) und erinnern sie sich an mindestens fünf schwere Kriegsverbrechen die 'ihre' Soldaten während des Zweitern Weltkriegs verübt haben. Wenn sie das nicht können, dann leben sie verkehrt, denn ein schlechtes Gewissen ist nämlich ein gutes Gewissen. Ignoranz ist das Problem.

Quote:
Vor allem weil auch ich zu der Zeit jüdische Verwandte in Deutschland hatte.

Da hoffe ich wenigstens sie sind nicht mit mir verwandt. Ich weigere mich nämlich grundprinzipiell gegen eines meiner eigenen Völker zu kämpfen und irgendwie bin ich mit fast jedem verwandt und die anderen stehen lediglich auf der Warteliste. Ich finde es aber auch nicht erbaulich immer mit so einem verdammten Scheißmesser im Rücken herumlaufen zu müssen weil irgendwelche Deppen nur bis 30 zählen können, die gerne gegen sich selbst kämpfen.

Quote:
Aber auch wenn dieses nicht der Fall wäre, so finde ich es sehr unpassend wenn man heute, 67 Jahre später, versucht den heutigen Deutschen, einer Generation die mit den Greultaten nichts zu tun hatte, den zweiten Weltkrieg vorzuhalten um Kinder gesundes Gewebe abschneiden zu können.

Alle deutschen Arschier - grob gesagt also die deutschen Nichtjuden - haben null und gar keinerlei leisestes Recht den deutschen Juden auch nur entferntest irgendwelche (anti-)religiösen Vorschriften zu machen. Die Arschier müssen sich unter allen Völkern dieser Erde ganz ganz weit hinten anstellen weit hinter dem Misthaufen des letzten Misthaufens, wenn sie beabsichtigen sollten sich in die jüdische Religion einzumischen. Wer Juden und Muslimen in Deutschland die Beschneidung verbieten will, ist in etwa so irreal wie die Leute die gerne mit 53 Ländern dieser Erde im Kriegszustand leben wollen.

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Denn in dem Fall gilt nun mal wirklich: "die haben überhaupt nichts damit zu tun..."
Bitte versuchen Sie nicht die Opfer der allierten Truppen für sich zu instrumentalisieren damit sie "aus Tradition" Menschenrechte und Grundgesetz ausser Kraft setzen können. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern total geschmacklos. Dafür sind meine Landsleute nicht gestorben.

Ohne Judentum und Christentum würde es schlicht und ergreifend keine natürlichen Menschenrechte geben. "Ihre" Leute - überwiegenderweise Christen und Juden - sind übrigens gestorben, damit ich leben kann. Also lebe ich.

http://youtu.be/nnS9M03F-fA

Unger: Die Beschneidung muss am 8. Tag passieren. Das steht in der Genesis, ich zeige Ihnen die Stelle in der Torah. Gott hat zu Abraham gesagt: "Du sollst makellos sein."

Wenn ich das lese, komme auch ich mir wie im Mittelalter vor. Weiß Unger wirklich nicht, dass die Torah nicht vom Himmel gefallen ist, sondern nur von Menschen geschrieben wurde?

>Hätte ein nicht beschnittener Junge in Israel oder auch hier soziale Nachteile? Unger: Es kann sein, aber das ist nicht der Grund, warum man das macht.

Wieso ist Unger sich da so sicher, wenn er soziale Nachteile für möglich hält? Sein lapidares "Es kann sein" zeigt m.M. nach, dass es ihn nicht stört, wenn sozialer Druck ausgeübt wird.

Was uns das interessiert? Der gute Rabbi würde bestimmt auch wegschauen, wenn seine Nachbarn ihr Kind prügeln - es geht ihn ja nichts an. Gut, dass die meisten Menschen hier anders denken.

Daniel Gronau wrote:
Was uns das interessiert? Der gute Rabbi würde bestimmt auch wegschauen, wenn seine Nachbarn ihr Kind prügeln - es geht ihn ja nichts an. Gut, dass die meisten Menschen hier anders denken.

Das sehe ich auch so. Mich würde interessieren, ob Unger es in Ordnung fände, wenn Befürworter/Praktizierende der weiblichen Genitalverstümmelung (nebenbei: Typ eins, also die Klitorisvorhautreduktion ist durchaus vergleichbar mit der männlichen Zirkumzision) bei Kritik von Außen auch einfach entgegnen: "Was interessiert die das?" ? Fände er auch da, Außenstehende haben sich nicht einzumischen?

J.B. wrote:
Daniel Gronau wrote:
Was uns das interessiert? Der gute Rabbi würde bestimmt auch wegschauen, wenn seine Nachbarn ihr Kind prügeln - es geht ihn ja nichts an. Gut, dass die meisten Menschen hier anders denken.

Das sehe ich auch so. Mich würde interessieren, ob Unger es in Ordnung fände, wenn Befürworter/Praktizierende der weiblichen Genitalverstümmelung (nebenbei: Typ eins, also die Klitorisvorhautreduktion ist durchaus vergleichbar mit der männlichen Zirkumzision) bei Kritik von Außen auch einfach entgegnen: "Was interessiert die das?" ? Fände er auch da, Außenstehende haben sich nicht einzumischen?

Gut - dann mischen sie sich halt in Afrika ein und verbieten dort das, was sie mit der Beschneidung hier bei uns verwechseln.

http://youtu.be/R3me6ifiaNY

Wie kommen sie eigentlich zu dem Namen "Daniel", wenn sie überhaupt noch nicht mal ansatzweise verstehen, dass es ein total berechtigte Misstrauensfrage aller Juden ist zunächst einmal zu fragen "Was interessiert die denn das"? Also erklären sie das doch mal: Was interessiert sie das eigentlich ob Juden ihre Söhne beschneiden oder nicht? Weswegen regen sie sich auf? Wird Ihnen damit auch nur das Geringste angetan?

http://youtu.be/PSH0eRKq1lE

BRAVO!

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