Mehrheit will Ehegattensplitting für Homo-Ehe

Zwei von drei Deutschen sind dafür, das Ehegattensplitting auch auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften anzuwenden.
17.08.2012 | epd

Für die steuerliche Gleichstellung der Homo-Ehe sprachen sich in einer am Freitag in Köln veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" 66 Prozent der Befragten aus. Jeder Vierte (26 Prozent) lehnte dies ab. Das Institut befragte am Dienstag und Mittwoch 1.000 Bundesbürger.

Bisher können homosexuelle Paare mit eingetragener Lebenspartnerschaft das Ehegattensplitting nicht in Anspruch nehmen, das steuerliche Vorteile bringt. Die Regelung wird vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe überprüft.

Politiker diskutieren derzeit sowohl über eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Paare als auch über den grundsätzlichen Sinn des Ehegattensplittings. Die Vorschläge reichen von einer Abschaffung bis zur Erweiterung auf ein Familiensplitting, bei dem das gesamte Einkommen einer Familie rechnerisch auf alle Mitglieder verteilt würde.

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