Syrien-Konflikt gefährdet den Papstbesuch im Libanon
Wegen der blutigen Krise im Nachbarland Syrien sehen die Katholiken im Libanon den für Mitte September geplanten Besuch von Papst Benedikt XVI. in Gefahr. "Was derzeit in Syrien geschieht, schafft wirklich eine schwerwiegende Lage, die Auswirkungen haben könnte auf das politische Leben im Libanon", sagte der Patriarch der armenisch-katholischen Kirche, Nerses Bedros XIX., Radio Vatikan und ergänzte: "Sie könnte womöglich sogar den Papstbesuch verhindern."
Wie der Sender am Samstag auf seiner Website weiter berichtete, ist von einer Verschiebung offiziell bislang nicht die Rede. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi wurde jedoch mit den Worten zitiert, die Zukunft liege "nicht in unserer Hand".
Der blutige Konflikt in Syrien schwappt inzwischen auf den Libanon über. Ein Clan greift dort zum Faustrecht, weil ein Angehöriger im Nachbarland den Rebellen in die Hände fiel. Es wäre die erste Reise eines Papstes in den Libanon seit 15 Jahren. Höhepunkt des Besuchs vom 14. bis zum 16. September soll laut früheren Vatikan-Angaben die Sonntagsmesse des Pontifex in der Hauptstadt Beirut sein. Außerdem will sich der Papst demnach mit Vertretern der sunnitischen und schiitischen sowie der christlichen Gemeinden im Libanon treffen.


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