Forscher: Amokläufe sind Racheakte und manchmal vorhersehbar
Mancher Amoklauf an Schulen könnte nach Ansicht des Bielefelder Konfliktforschers Peter Sitzer verhindert werden, wenn die Signale rechtzeitig erkannt würden.
Die jungen Leute fühlten sich oft gemobbt und machtlos. Irgendwann habe sich so viel Wut aufgestaut, dass die Rache in der Fantasie nicht mehr ausreiche.
Vor einer Tat würden diese Menschen aber oft Signale aussenden: Sie schreiben Todeslisten oder zeichnen die geplante Tat. In dieser Phase sei die Chance am größten, die Tat zu verhindern, sagte Sitzer der Nachrichtenagentur dpa.
Mehr als zehn Jahre nach dem Massaker an der Columbine High School 1999 in Littleton (US-Bundesstaat Colorado) beziehen sich immer noch Amokläufer auf die Tat. Die jungen Schützen hätten damals zum Aufstand der Ausgestoßenen aufgerufen, sagte Sitzer. Rund 20 Täter hätten sich seitdem mit diesem Aufruf identifiziert.


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