Kirche mit Nachwuchssorgen

Junger Pfarrer

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Die Chancen auf einen Job waren für evangelische Theologiestudenten lange nicht so gut wie heute. Inzwischen wirbt manche Landeskirche offensiv um junge Pfarrer. Denn fast alle evangelischen Landeskirchen plagt der Nachwuchsmangel.
04.01.2013 | von Barbara Schneider | epd

Den rund 21.000 Pastoren, die derzeit in Deutschland aktiv sind, folgen immer weniger junge Theologiestudenten nach. Fast alle evangelischen Kirchen stehen in einigen Jahren vor Nachwuchsproblemen, prognostizierte daher unlängst der hannoversche Landesbischof Ralf Meister. Er ist mit dieser Einschätzung nicht alleine.

Die Studierendenzahlen sind seit Jahren rückläufig. Allein in den zurückliegenden zehn Jahren ließen sich Zweidrittel weniger Studenten in die landeskirchlichen Listen für den Dienst in der Kirche eintragen. Ende 2011 standen noch rund 2.400 Studenten auf den landeskirchlichen Listen für Pfarrdienstanwärter. An Universitäten und kirchlichen Hochschulen waren zum Wintersemester 2011/2012 mehr als 5.400 Studenten mit dem Berufsziel Pfarramt eingeschrieben.

Bewerbungen aus allen Landeskirchen willkommen

Vermutlich liegt die Zahl derjenigen, die tatsächlich den Pfarrberuf anstreben, irgendwo dazwischen. "Studierende wollen sich nicht frühzeitig binden", erläutert Joachim Ochel, Referent für theologische und kirchliche Ausbildungen der Evangelischen Kirche in Deutschland. "Die landeskirchlichen Listen haben ihren Zwangscharakter verloren." Es gebe zudem berufliche Perspektiven für Theologen neben dem Pfarramt.

Der Göttinger Praktische Theologe Jan Hermelink beobachtet unterdessen bei vielen Studierenden eine gewisse Skepsis gegenüber dem Beruf des Pfarrers. "Der Pfarrberuf ist der Beruf, der am stärksten in die private Lebensführung eingreift", sagt er. Einer nicht repräsentativen Umfrage unter Studenten in Göttingen, Leipzig und Halle zufolge studieren anders als in den 1970er und 1980er Jahren heutzutage vor allem junge Leute aus dem binnenkirchlich-frommen Milieu Theologie.

"Wer jetzt anfängt, Theologie zu studieren, hat beste Chancen von der Kirche später übernommen zu werden", warb der württembergische Finanzdezernent Martin Kastrup auf der Synode im Herbst. Und das nicht nur in der württembergischen Landeskirche. Die hannoversche Kirche rechnet ab 2017 mit Vakanzproblemen. Selbst die kleine lippische Kirche, die jahrelang keinen Nachwuchs einstellte, will ab 2013 wieder junge Theologen aufnehmen.

An den Schulen werben

Und noch ein weiterer Trend ist zu beobachten: Neben der Nordkirche hat auch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz inzwischen ihre Türen für Bewerber aus anderen Landeskirchen geöffnet. Auch die Kirche von Kurhessen-Waldeck weist ausdrücklich darauf hin, dass Bewerbungen aus allen Landeskirchen willkommen sind.

Der Hintergrund ist offensichtlich: Viele Landeskirchen bekommen in den nächsten Jahren deutlich zu spüren, dass die Pfarrer aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand treten. In Westfalen etwa gehen bis 2030 rund 1.470 Theologen in den Ruhestand. In der hessen-nassauischen Kirche scheiden in den nächsten Jahren mehr als 900 Pfarrer aus dem Dienst. Und Württemberg rechnet ab 2019 teilweise mit mehr als 100 Pfarrern pro Jahr, die in den Ruhestand wechseln.

Parallel machen sinkende Mitgliederzahlen und rückläufige Kirchensteuermittel den Kirchen zu schaffen. Ein damit einhergehender Stellenabbau wird jedoch das Problem Pfarrermangel nicht lösen können. Die hessen-nassauische Kirche kündigte etwa an, bis 2019 mehr als 120 Pfarrstellen abzubauen. Gleichzeitig will sie jedoch bis 2029 rund 550 Nachwuchstheologen einstellen.

Darüber hinaus gehen mehrere Landeskirchen inzwischen in die Offensive: Mit Schnuppertagen an Gymnasien will die bayerische Landeskirche in Zukunft über das Berufsbild der evangelischen Pfarrer informieren. Einen ähnlichen Kurs fährt die hannoversche Landeskirche. Auch hier sprach sich Bischof Meister dafür aus, in Zukunft verstärkt an den Schulen um junge Theologen zu werben.

Kommentare

Zitat: "Wer jetzt anfängt, Theologie zu studieren, hat beste Chancen von der Kirche später übernommen zu werden", warb der württembergische Finanzdezernent Martin Kastrup auf der Synode im Herbst".

Was ist - wenn bis dahin der Leib noch kleiner geworden ist?
Laut Nikolaus Schneider muss dann folglich auch der Mantel kleiner werden. Pech für Theologie Studenten?

Was ist - wenn der Leib plötzlich wieder fülliger wird???
Und der Mantel ist zu putzig?
Das sieht doch recht erbärmlich mickrig und fipsig aus!
Außerdem bietet ein zu kleiner Mantel weder Schutz noch Wärme.
Damit ist doch kein Staat zu machen! Äh! Meine "Kirche".

Ein knappsitzender Trenchcoat, der den Leib zusammenpresst und nicht mal vor Wind und Regen schützt, ist nutzlos und unzweckmäßig. Aus Wolle sollte der Mantel schon sein oder aus Walkloten.

Mein Tipp: Zuerst mal in einen ordentlichen Umhang für den fülligen bzw. spindeldürren Leib investieren. Es muss ja kein maßgeschneiderter Mantel sein, wo jedes Kilo zuviel oder zuwenig gleich öffentlich sichtbar auffällt.

...rückt!

Das Bild vom Pfarrer als allseits präsentem Geistlichen, der zu allen Festen in seiner Gemeinde eingeladen ist, gehört mittlerweile der Vergangenheit an.

Zwischenzeitlich ist es so, dass der Pfarrer nicht mehr eingeladen wird. Über diese Tatsache sollte man sich mal den Kopf zerbrechen!

Meistens sitzt unser Pfarrer am leeren Schreibtisch und schaut aus dem Fenster. Sogar die Gottesdienste an hohen Feiertagen werden ersatzlos gestrichen, weil es ein Kirchengemeinderat so beschlossen hat. Gottesdienste entfallen nicht einfach so, sondern weil Feiertag ist! Darüber lohnt sich nachzugrübeln!

Unser Pfarrer ist quasi schon stillschweigend und ungefragt beurlaubt worden. Er sitzt in seinem Amtszimmer und liest die Zeitung und behauptet seinen Platz. Zu Recht!
Frauenkreise, Kinderkirchkreise, Meditative Tanzkreise, 55+ Kreise etc......sind froh, wenn der Pfarrer nicht plötzlich uneingeladen mitten im Kreis steht.

Die Kirche sollte sich mal ernsthaft Gedanken darüber machen, wie soetwas überhaupt passieren kann! Gemeindearbeit verselbständigt sich und irgendwelche selbsternannten Anführer küren sich zum Mittelpunkt des Gemeindelebens und verkündigen das Wort von Erich Kästner "es gibt nichts Gutes, außer man tut es"......"bete und arbeite" und weitere Moralische Zeigefinger.

Also: Von der Rechtfertigungslehre haben die meisten Gemeindeglieder noch nie was gehört! Hier sollte die Bildungsarbeit beginnen!

Gast wrote:
Das Bild vom Pfarrer als allseits präsentem Geistlichen, der zu allen Festen in seiner Gemeinde eingeladen ist, gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Zwischenzeitlich ist es so, dass der Pfarrer nicht mehr eingeladen wird. Über diese Tatsache sollte man sich mal den Kopf zerbrechen!

Ich finde es normal, wenn bei Festen, die mit Religion nichts zu tun haben, kein Religionsvertreter eingeladen wird. Was soll denn der Pfarrer, Priester, Imam, Rabbi, Schamane oder was weiß ich dort?

[quote=Gast]Meistens sitzt unser Pfarrer am leeren Schreibtisch und schaut aus dem Fenster. Unser Pfarrer ist quasi schon stillschweigend und ungefragt beurlaubt worden. Er sitzt in seinem Amtszimmer und liest die Zeitung und behauptet seinen Platz.[quote=Gast]

Ja da hat er doch Glück: Jeder andere verliert seinen Job, wenn er nicht mehr gebraucht wird.

[quote=Gast]Also: Von der Rechtfertigungslehre haben die meisten Gemeindeglieder noch nie was gehört! Hier sollte die Bildungsarbeit beginnen![quote=Gast]

Vielleicht haben die Gemeindemitglieder auch zu viel Bildung bezüglich der Rechtfertigunbgslehre. Denn mit dieser (konsequent zu Ende gedacht) wird der Pfarrer eher noch ein Stück überflüssiger: Wenn nämlich - wie die Rechtfertigungslehre ja aussagt - Erlösung allein durch Glauben möglich ist, also sakrale Handlungen bezüglich Erlösung nicht unbedingt notwendig sind, dann braucht der Gläubige diese vom Pfarrer angebotenen Dienstleistungen auch nicht wirklich für sein Seelenheil.

Es geht nicht um die angebotenen Dienstleistungen sondern um die Verkündigung. Erst neulich hat ein selbsternannter Prediger ein Wort von Erich Kästner verkündigt!

Der Theologe hat ein Wächteramt! Denn sonst würden die Schauermärchen überhand nehmen (Ähem - ich habe keine Verwandten aus dem Tierreich!)

Was ich an evangelisch.de bisher stets bewundert und mit Respekt betrachtet habe, ist die Offenheit dieser Seiten gegenüber kritischen und fragwürdigen Entwicklungen innerhalb (nicht nur) der evangelischen Kirche. Auch die Liberalität, gegenteilige Meinungen zu ertragen und hier zu veröffentlichen, zeigt Größe. Bei dem vorliegenden Beitrag über die Nachwuchssorgen der Kirche – übrigens ja beider Kirchen – scheint mir aber der eigentliche Grund für das abnehmende Interesse am Pfarrerberuf schamhaft verschwiegen worden zu sein. Dieser dürfte schlicht und einfach darin zu suchen sein, dass die zu verkündende Lehre einem Menschen des 21. Jahrhunderts immer weniger attraktiv, weil immer weniger glaubwürdig erscheint.

Denn was für eine – Verzeihung, aber ich sehe es so – absurde Konstruktion! Eine ständig weitergereichte Erbsünde, die jedem Gerechtigkeitsempfinden zuwiderläuft, verbunden mit der Behauptung der dadurch bedingten absoluten Sündhaftigkeit des Menschen. Es heißt, dass der Mensch seiner Verderbtheit wegen der Erlösung durch ein schaurig-blutiges Menschenopfer bedürfe. Nur der unbedingte Glaube an diese Botschaft führt ins Paradies und zu ewigem Leben, andernfalls droht entsetzliche Apokalypse und Höllenpein, sprich: ewige Folter. Auch wenn heute die Hölle im aufgeklärten Mitteleuropa vielfach nur noch als absolute Gottesferne gedeutet wird, Hölle und ein dreifaltiger Gott droben im Himmel sind nach wie vor tragende Elemente dieses Glaubens und des gesprochenen Glaubensbekenntnisses. Zur frohen Botschaft des Heilsversprechens gesellt sich als ständiger Begleiter die unterschwellige ängstliche Sorge vor der Rache Gottes, sollte das eigene Leben doch nicht gottgefällig geraten sein. Der biblische Auftrag schließlich, die Nachricht von dem versprochenen Heil in alle Welt zu tragen, wurde mit gnadenloser Unduldsamkeit ausgeführt, hinterließ eine blutige Spur in der Geschichte und verlangte der übrigen Menschheit millionenfach Opfer ab.

Es ist wohl so, dass immer mehr nachdenkende Menschen zu dieser »Kopfgeburt«, dieser theologischen Konstruktion ein entschiedenes »Nein, danke!« sagen. Die – für mich – Künstlichkeit und logische Brüchigkeit des christlichen Glaubens an einen allmächtigen Gott, der die Menschheit erschaffen haben soll, die ihm aber so bösartig und sündig geriet, dass sie der Erlösung durch ein göttlich veranlasstes Menschenopfer bedürfe, ist – für mich – von einer solchen Altertümlichkeit des Denkens, dass ich verstehe, dass immer weniger Menschen das noch verinnerlichen können. Was oft übrig bleibt, ist ein allgemeiner Gottesglaube mit einer moralischen Unterfütterung, die man sich aus der Bergpredigt herausliest. Das respektiere ich, und ich maße mir nicht an, eine solche – weitverbreitete – Einstellung anzugreifen. Aber ein solch reduzierter Glaube reicht offenbar nicht aus für ein Amt, das die gesamte Breite dieser Theologie leben und verkünden soll. (www.uwelehnert.de)

Lieber Herr Uwe Lehnert,
Sie glauben also, dass Sie vom Affen abstammen?
Ich glaube das ebenfalls!

Wie Sie selber am besten wissen, ist der Affe ein boshafter Spaßmacher, hat oft Humor, manchmal auch Geist, aber er ist immer durchtrieben. Der Affe ist gesellig und erweckt den Eindruck, als vertrüge er sich mit allen Tieren. Das ist aber oft nur eine Taktik.

Ansonsten: Genießen Sie Ihr Leben, denn Ihnen ist höchstwahrscheinlich nur dieses eine gegeben!

Kein junger Pfarrer möchte ein Affe sein und sich mit den Göttern von Philosophen herumschlagen und einer Nützlichkeitsethik hinterherjagen (Was kriege ich dafür???)
Das ist der wahre Grund für die Nachwuchssorgen!

Ein wenig unverständlich für mich, was Sie zum Ausdruck bringen möchten. Nur so nebenbei bemerkt: Nach der inzwischen auch von den offiziellen Kirchen anerkannten Evolutionstheorie stammt der Mensch keineswegs vom Affen ab, er hat nur mit diesen gemeinsame Vorfahren - ein kleiner Unterschied. (www.uwelehnert.de)

Zitat: "...stammt der Mensch keineswegs vom Affen ab, er hat nur mit diesen gemeinsame Vorfahren ..."

Das wird ja immer doller!

Der Mensch stammt aus dem Tierreich? Und offizielle Kirchen bestätigen dies und verleugnen quasi die Inhalte der Bibel?

Zu Ihrer Information: Der Mensch besitzt weder die Fähigkeit zu fliegen, noch verfügt er über Krallen, Geweihe, Hörner oder scharfe Zähne. Außerdem gab es in der ganzen Menschheitsgeschichte kein einziges Tier, das mit aufrechtem Gang durch den Wald lustwandelte.

Außerdem kann eine Frau nicht von einem Tier geschwängert werden. Nicht mal von einem Orang Utan. Ein Mann kann weder ein dummes Huhn schwängern oder eine Ziege und erst recht keine Äffin.

Wo bitteschön sollen also gemeinsame Vorfahren herkommen, wenn eine Zeugung ausgeschlossen ist??? Gott hat sich bei der Schöpfung sehr wohl etwas dabei gedacht!

Ja. lieber Gast, wenn Sie doch in der Schule ein wenig besser aufgepasst hätten. Aber vielleicht waren Sie ja in einer "Bildungsanstalt", die einem kreationistischen Lehrplan verpflichtet war. (Sie wissen schon: die Erde ist 6000 Jahre alt, Adam wurde aus Lehm geformt, die Dinosaurier lebten zusammen mit den ersten Menschen usw.) In diesem Fall sind Sie entschuldigt, dann können sie es nicht besser wissen. (www.uwelehnert.de)

Ach Herr Lehnert,
so viele falsche Behauptungen, daß man gar icht weiß, wo anfangen. Sie haben ja sogar teilweise Recht, aber das vermischen Sie so gekonnt mit Unterstellungen und Mißverständnissen über den christlichen Glauben, daß es wirklich längerer Texte bedürfte, dies alles aufzuklären.

Gottes Segen
De Benny
(forum.debenny.de)

forum.debenny.de wrote:
Ach Herr Lehnert,
so viele falsche Behauptungen, daß man gar icht weiß, wo anfangen.

Könnten Sie wenigstens zwei oder drei aufzählen?

Lieber Herr Koppe,
ein paar Zeilen, die mich widerlegen könnten, bin ich Ihnen bestimmt wert. Ich diskutiere gern und lasse mich von einsichtigen Argumenten überzeugen. Wo meinen Sie, dass ich mit falschen Behauptungen und Unterstellungen arbeite und wo liegen Missverständnisse vor? Ich habe mein Buch »Warum ich kein Christ sein will« über viele Tage mit zwei (namentlich genannten) Pfarrern ausführlich diskutiert und mich durchaus belehren lassen, dass ich in dem einen oder anderen Punkt die Dinge nicht richtig sehe. Nur zu!
MfG, Uwe Lehnert (www.uwelehnert.de)

Die unverbindliche Aussage, dass heutige Theologiestudenten beste Aussichten auf einen späteren Job als Pfarrer hätten, ist wohl kaum ausreichend, um mehr Leuten den Beruf des Pfarrers schmackhaft zu machen.
Auch Schnuppertage an Gymnasien werden wohl wenig dazu beitragen, dass in den nächsten Jahren mehr (junge) Menschen Theologie studieren.

Hat sich die Kirche schon einmal ernsthaft Gedanken gemacht, was den Pfarrdienst oder das Theologiestudium so unattraktiv machen?

Ist es zum Beispiel wirklich erforderlich, dass die Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch Studienvoraussetzung sind oder würden nicht einfache Kenntnisse in diesen Sprachen ausreichen?
Könnten andere Studieninhalte etwa auch gekürzt werden, um so von einer (abschreckend langen) Regelstudienzeit von 10 Semestern auf 8 oder 6 Semester zu reduzieren?
Was ist mit älteren Bewerbern, die "nur" einen Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung haben? Sollte man diesen nicht auch den Zugang zum Theologiestudium eröffnen?

Ein weiterer Punkt, der meiner Meinung nach eine wichtige Rolle spielt, ist der finanzielle Aspekt. Menschen, die kein reiches Elternhaus im Hintergrund haben, werden sich genau überlegen, ob sie fünf Jahre Theologie studieren wollen und dabei von ein paar Euro BAföG überleben sollen oder ob sie ein duales Studium machen, während dessen sie schon Geld verdienen. Für solche "ärmeren" Bewerber könnte doch die Kirche zumindest freie Kost und Unterkunft anbieten. Manchmal ist es eben notwendig, Geld in die Hand zu nehmen um so die Zukunft zu sichern.

Meiner Meinung nach alles Aspekte, über die sich die Kirche noch gar keine oder viel zu wenige Gedanken gemacht hat.

Interessante Ansätze sind das, aber sie werden sich wohl nicht durchsetzen. Ein Ausdünnen der theologischen Ausbildung (die ja mit einer Studienkürzung zusammenhinge) schon allein deshalb unwahrscheinlich, weil man sich wohl nie einigen wird, wo einzusparen ist. Die Sprachen finde ich zum Beispiel schon wichtig, ob jetzt ne Abiturergänzungsprüfung am Schluß stehen muß, naja. Der Deutsche an sich steht halt auf Dokumente und Stempel. Und daran wird es wohl auch scheitern, andere Wege zu eröffnen für Quereinsteiger und Spätberufene. Es wird eben alles nach Schema F behandelt, ist einfacher. Und so lange sich keine größeren Probleme auftun, beläßt man es dabei. Obwohl es gerade im Moment durch die Umstellung auf Bachelor/Master durchaus die Chance böte, ganz anders und breiter zu denken und all diese Ansätze mit einfließen zu lassen. Wieso nicht nen Theologie Master auf ne Ausbildung drauf? Die Arbeit eines Pfarrers erschöpft sich heutzutage sowieso immer mehr in Verwaltung und Papierkrieg. Aber das ist ja auch nicht wirklich was Gutes...

Gottes Segen
De Benny
(forum.debenny.de)

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