Landesbischof Meister für Expertenkommission zur Endlager-Suche benannt

"Atommüllfässer" als Symbol für die ungelöste Endlagerfrage vor dem Bundestag

Foto: epd-bild/Rolf Zöllner

Landesbischof Ralf Meister wird die evangelische Kirche in der Expertenkommission vertreten, die die Suche nach einem Atommüll-Endlager vorbereiten soll.
16.08.2013 | epd

Das bestätigte der Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Reinhard Mawick, am Freitag dem epd. Meister ist Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Im Mai hatte er vor der Landessynode die Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager als "nationale Frage" bezeichnet.

In das Expertengremium entsenden Bundestag und Länderregierungen jeweils acht Vertreter. Hinzukommen acht Wissenschaftler sowie je zwei Vertreter von Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Wirtschaft. Frist für die Vorschläge war Freitag. Offen ist noch, wer den Vorsitz in der Kommission übernimmt. Das Gremium wird sich den Angaben zufolge Anfang September konstituieren.

Der Bundesrat hatte im Juli den Weg für das Standortauswahlgesetz frei gemacht, um Alternativen zum Salzstock Gorleben zu prüfen. Die Kommission soll bis Ende 2015 Kriterien für ein Endlager festlegen. Ende 2031 soll dann der Endlagerstandort von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Kommentare

Warum müssen Kirchenvertreter in einer "Expertenkommission" sitzen, für die sie gar keine Qualifikation haben? Gibt es zu wenig zu tun, ist den Bischöfen langweilig?

Reines Fluchtverhalten :))

Ob in diesem Fall ein Bischof dazu muss, ist so eine Sache. Allerdings muss man eine Sache bedenken: Bei Ethikkommissionen sind immer Nichtwissenschaftler dabei, i.d.R. Theologen. Daher verwundert es mich nicht soooo wahnsinnig. Allerdings handelt sich hier ja nicht um eine solche und im Gegensatz zu Tierversuchen, bei welchen Ethik immer eine wichtige Frage ist, ist hier die Notwendigkeit Kirchenvertreter hinzu zu ziehen dann doch eher fraglich... Aber warum der mitmacht, erscheint mir aus bürokratischen gründen durchaus nachvollziebar

Der Herr Bischof muss doch gute Kontakte zum Hersteller, ääh Schöpfer haben um uns zu sagen wie das mit der Kernkraft wirkt und wie wir den Zerfall regeln können ohne das er böse auf uns ist und gleich wieder eine Katastrophe über uns bringt!!!!

Was will ein nicht Wissenschaftler hier sich zu Wort melden, dann noch Vertreter von Gewerkschaft und Wirtschaft.
Was wollen die sich zu Wort melden? Das ist einfach nur bekloppt.

da ein endlager genauso real ist wie der inhalt der bibel, kann man schon davon ausgehen, dass der herr landesbischof ein expertew auf dem gebiet ist.

in dem Zusammenhang zwischen Kernkraft und einer erhofften Sicherheit der Endlagerung ist der Landesbischoff der eigentliche und wirkliche Experte.

So kann man den Stimmanteil aus der Wissenschaft drücken.
Ist schon nicht so hoch, wie man lesen kann.

Es hilft halt offenbar nur noch beten bei den Problemen mit dem Atommüll.

Welche Organisation wird den länger existieren als der Atommüll und kann darauf aufpassen? Außerdem ist die Kirche Hoffnung und davon braucht man jede Menge wenn man das Problem in den Griff bekommen will.

Und ich Hoffe, dass diese Meldung nicht wahr ist.

Ich bin dafuer, dass sie einen Kabalisten, und Oma-Hansen mit in die Runde aufnehmen, denn vielleicht kommt die Himmlische Eingebung, dass man den Atom-Quatsch am besten seinlaesst.
Sehr problematsich ist es, Plutonium und andere Leckerein, so zu kennzeichnen, dass tausende Generationen nach uns, noch wissen, dass das Zeug gefaehrlich ist.
Die aelteste gut ueberlieferte Religion ist das Judentum, und hier ist der Talmud voll von Diskussionen, wie bestimmte Dinge die Moses gelernt hat, gemeint waren.
Nicht auszudenken, wenn zukuenftige Archeologen Plutonium in Kochtoepfen finden (siehe: http://www.spiegel.de./wissenschaft/technik/frankreich-atom-abfaelle-im-...) oder sonst auf die Idee kommen, dass das Stelenfeld in der Hoehle eine Kultstaette gewesen ist, und man dort testweise die Kultgegenstaende aufschneidet, um zu ergruenden was dadrinnen ist.

In den 1970ern waren zuviele Zauberlehrlinge am Werk, die die Geister die sie riefen nicht mehr baendigen konnten.
Leider ist kein Zaubermeister da, der den Besen wieder in die Ecke beordern kann. Die Suppe haben uns die Atom"ingenieure" eingebrockt, und wir duerfen sie ueber tausend Generationen wieder ausloeffeln, Plutonium sei dank!
Vielleicht kommt jemand auf die Glorreiche Idee, den Muell auf den Mond zu schiessen. Vielleicht haben wir dann immer Vollmond, weil er von selber anfaengt zu strahlen ;-)

Ich wusste gar nicht, dass Physik und Energiewirtschaft ein wesentlicher Bestandteil des Theologiestudiums ist. So kann man sich irren. Der Herr Bischof liefert bestimmt einen wertvollen Beitrag. Wie wäre es zum Beispiel mit Transmutation? Schließlich ist Recycling doch irgendwie ethisch, oder?

Der Anspruch sich mit Ewigkeit und daher Ewigkeitsaufgaben auszukennen ist ja nichts neues. Wobei mir ein ein katholischer Vertreter ehrlich gesagt glaubwürdiger erschiene, da ist einmal das Know-How mit dem Fegefeuer und die so offensichtliche wie nachhaltige Möglichkeit eben jenes mit der Restwärme der verbrauchten Brennstäbe zu beheizen.

Welche Expertise in Sachen Atommüll-Endlagerung bringt dieser Bischof genau mit?

Soll das eine Expertenkomission werden (was bedeutet, daß da nur Leute mit ausgewiesener Expertise zum Thema reingehören) oder ein politisches Proporz-Feigenblatt?

Hat man die Hirten mit im Boot, hat man die Schäfchen mit im Boot.

Wir sind in der Frage nach der Endlager-Suche schon so verzweifelt, dass wir einen Priester hinzu ziehen.
Denn Gott ist allwissend. Mit der Hoffnung dass es einen Gott gibt, dieser uns gnädig ist, und unsere Sünden vergeben wird, und dem Prieser mitteilen wird, wo das Beste(TM) Endlager in Deutschland sein wird.

Wir sollten froh sein, dass sie keinen Hellseher, Wahrsager oder Wünschelrutengänger hinzugezogen haben.
Obwohl ein "Geistlicher" ja auch irgendwie ein bisschen was von allen Dreien hat.

Vielleicht haben Sie jetzt mehr Zeit #Aufschrei

Die Realität übertifft jede Satire!

Warum schickt man nicht auch einen Hund in die Kommission? Haustiere sind schliesslich auch betroffen...

Ebenfalls in dieser "Expertenkomission" vertreten sind: Ein Sack Türklinken mit der Synchronstimme von K.I.T.T., ein Papagei mit narzistischer Persönlichkeitsstörung, Ernie&Bert aus der Sesamstrasse, die gute Oma Hansen aus dem zweiten Stock (Danke für den Streusel), ein Kasten Fingermalfarben(ohne Gelb), Alice Schwarzer, eine linksdrehende Joghurtbakterienkultur und deren bester Freund plappernde Sülze, der US-Milliardär Montgomery C. Burns aus Springfield und der US-Air-Force-General Jack D. Ripper.

Nie zuvor hat diese Welt so viel geballten Sachverstand auf einem Punkt konzentrieren können. Ein wahrer Chor aus Stimmen der Vernunft wird uns allen das Dies Irae singen.
Drum jauchzet und frohlocket, Ihr Würmer!1!!11

Jetzt fehlt nur noch Lothar Matthäus und die Kommission ist komplett.

Offenbar ist der Bischof dazu da eine große Gefolgschaft hinter sich zu versammeln wenn er denn einer Auswahl zustimmt. Die Gläubigen seines Clubs sollen ihm folgen, wenn er sich einverstanden erklärt - im Fahrwasser des Vertrauens. Viele Leute halten die Kirche ja für kompetenter als einen nassen Sack Reis in moralischen Fragen - und für kompetenter als Ungläubige.

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