Greift Gott ein?
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Spielt Gott eine Rolle auf dem Fußballplatz?
Gebete für den Sieg der deutschen Mannschaft in der Europameisterschaft werden keinen sicheren Erfolg haben. Genauso wenig wie Gebete um bessere Börsenkurse für Facebook-Aktien, auch wenn man sich welche zum Phantasiepreis von 38 Euro geleistet hat. Gottlob.
Autor
Hans-Martin Gutmann
ist Professor für Praktische Theologie mit dem Schwerpunkt Homiletik an der Universität Hamburg und forscht unter anderem über die Beziehung zwischen populärer Kultur und Religion.
Auch die in Gürtelschnallen deutscher Landser in den beiden Angriffskriegen des 20sten Jahrhunderts eingestanzte Parole "Gott mit uns" blieb im Gesamtergebnis erfolglos. Gott sei Dank.
Ist der Gott der Bibel, ist der Gott Abrahams und Sarahs, der Gott Isaaks, Hagars und Ismaels, der Gott des Jesus aus Nazareth und des Paulus aus Tarsus, ist der Gott Israels und der christlichen Kirchen ein Gott, der eingreift?
Ja. Nach allen biblischen Erzählungen: ja.
Es gibt keine Automatik
Gott hat seinem Volk seine Verheißungen gegeben und diese Verheißungen erfüllt. Darauf kann er behaftet werden. Gott hat sein Volk aus Fronarbeit und Unterdrückung befreit. Er lässt seine Propheten dagegen anschreien, dass die Lebensrechte der Armen mit Füßen getreten werden. Gegen allen Augenschein hat er Jesus nicht allein gelassen, als der auf dem Höhepunkt eines Pogroms und eines gefälschten Gerichtsverfahrens am Kreuz hingerichtet wurde. Die Freunde und Freundinnen Jesu haben bald erfahren, dass dies nicht das elende und schmachvolle Ende einer großen Liebesgeschichte war, sie haben diesen Tod so wahrnehmen können, dass Jesus sein Leben für seine Menschen hingegeben hat, dass Gott im tiefsten Elend da ist und bleibt, und dass Gott Jesus neues Leben schenkt. Die große Hoffnung, dass der Tod seine Macht verliert.
Es gibt keine Automatik. Das funktioniert schon nicht zwischen Geliebten, Freunden, Eltern und Kindern. Bitten funktionieren nicht wie performative Sprechakte. Sie stellen nicht die Wirklichkeit her, die sie aussagen, im selben Moment, in dem sie ausgesprochen werden. Sonst wäre das Leben auf elend langweilige Weise aufregungs-, konflikt- und problemlos. Kauf mir das Smartphone, liebe mich, bleib bei mir, was immer auch geschieht. Das wird schon nix zwischen Menschen, und gegenüber Gott funktioniert es genauso wenig.
Fingerzeige, dass Gott eingreift
Bitten funktionieren nicht wie performative Sprechakte, Gebete auch nicht, aber Verheißungen schon. Gott will sich auf seine Verheißungen behaften und darauf be- und anklagen lassen (Matthäus 7, 7-11). Wir können ihn bedrängen, ihm auf den Wecker gehen wie eine nervige alte Frau einem ungerechten Richter in einem Gleichnis Jesu (Lukas 18,1-8). Gott, Du hast zugesagt, dass das Leben gut ist, lass es nicht in Gewalt und Zerstörung versinken! Gott, du hast dem Isaak und Jakob, Du hast deinem Volk Israel genauso deinen Segen gegeben und ihm zugesagt zu einem großen Volk zu werden wie dem Ismael, den die Muslime als ihren Stammvater ansehen: Gott, lass dich durch unsere Gebe bedrängen und aus dem Takt bringen, hilf, dass dein Volk Israel und Palästinenser und Libanesen und Iraner nicht in immer neuen Gewaltorgien in gemeinsamer Barbarei versinken.
Vielleicht lassen sich ja immer wieder einzelne Aufbrüche als Fingerzeige deuten, dass Gott sich hat bitten lassen. Fingerzeige, dass Gott eingreift, auch angesichts des Elends heute: Wenn im West Eastern Divan Orchestra junge Israelis und Palästinenser/innen, Ägypter/innen und junge Leute aus anderen arabischen muslimischen Ländern unter der Leitung des weltberühmten jüdischen Dirigenten Daniel Barenboim in Ramallah, der Hauptstadt des palästinensischen Westjordanlandes ein begeistert gefeiertes Konzert geben. Wenn die Facebook-Aktion eines jungen israelischen Vaters, dieses wunderbare Foto mit Tochter auf dem Arm, innerhalb weniger Tage hunderttausendfach angeklickt wird: Iranians we love you, we will never bomb you.
Wir können, wir dürfen, wir sollen ihn bedrängen
Es gibt keine Automatik. Oft bleibt mir, oft bleibt von Gewalt und Elend zerstörten Menschen dunkel, warum Gott nicht eingreift. Die Gebete der Kinder von Auschwitz wurden nicht erhört, nicht die Klagen von jungen Frauen, die während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren massenhaft vergewaltigt wurden, um sie aus ihrem Land zu vertreiben, nicht die Gebete der zahllosen Kinder, Frauen und Männer, die in den Massakern in Ruanda und im Kongo und in anderen Weltgegenden um ihr Leben und ihre Lebensperspektiven gebracht wurden, nicht die Gebete der Bootsflüchtlinge, die den zerstörerischen Lebensbedingungen ihrer Heimat durch eine Flucht nach Europa entgehen wollen und in ihren seeuntüchtigen Booten zu tausenden umkommen. So viele unaustauschbare Gesichter, so viele durch zerstörerische Bedingungen oder brutalste Gewalt vernichtete Lebensgeschichten.
Warum greift Gott nicht immer ein, wenn er in der Not angerufen wird? Kein Mensch kann diese Frage beantworten. Gott bleibt in all diesen Fällen das Gegenüber von Klage und Anklage. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen. Wir können, wir dürfen, wir sollen ihn bedrängen, auf seine Versprechen behaften, ihn an das erinnern, was er seinen Menschen zugesagt hat, immer wieder neu. Mehr ist nicht zu sagen.
Die deutsche Mannschaft wird in der EM aus eigener Kraft siegen oder aus eigener Schwäche untergehen. Na klar, trotzdem, genauso wie wir darum zittern und jubeln und feiern können, ohne Erfüllungsgarantie, schlicht als Ausdruck unserer Wünsche und Begeisterungsfähigkeit: Wir können um den Sieg der deutschen Mannschaft beten.
Hat Gott in Ihrem Leben schon einmal eingegriffen? Diskutieren Sie mit! Nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Artikel, erzählen Sie von Ihren Erlebnissen, von Zweifeln ebenso wie von der Präsenz Gottes.


Kommentare
Gebet ist kein Instrument und
Gebet ist kein Instrument und keine Methode.
Das Vaterunser ist kein Instrument.
Die Gebets- und Liedersammlung der Psalmen hat für Judentum und Christentum Bedeutung.
Wenn der Urheber eines Textes ein Guru ist, oder ein Scheinheiliger, dann wird`s knifflig -
Fußball & Co.
Da ich zum Fußball keinen Bezug habe, werde ich auch nicht für die Europameisterschaft beten. Von mir aus können auch gerne die Polen oder wer auch immer gewinnen.
Der Ball ist rund - das Spiel
Der Ball ist rund - das Spiel dauert 90 Minuten.
Dann wissen wir mehr!
Wenn der Ball nicht richtig aufgepumpt wurde, dann könnte jemand eingegriffen haben.
Tempelreinigung
Gott greift ein. Er wird Mensch.
Ganz ohne Harmonie hat Jesus die Geldwechsler und Händler aus seines Vaters Haus vertrieben, Tische umgeworfen, geschrien, getobt und gerade heraus seine unverblümte Meinung herausgebrüllt. Jesus greift zur Peitsche und jagt die Händler und Wechsler zum Tempel hinaus. Es muß Jesus ans Mark gegangen sein. Ja was denn? Eben, daß Religion zur Ware gemacht wird.
Die Händler halten auch die Tempel-Währung bereit – man wußte schon, daß an Geld viel Unrecht klebt, da wollte man es waschen, durch Eintausch in Tempelgeld – eine grandiose kirchenjuristische Lösung.
Die Menschen machen auch noch heute aus dem Bet-Haus eine Räuberhöhle, Event-Haus und Banditennest.
Wer glaubt und getauft wird,
Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden. Das schenke Gott uns allen. Amen.
you never walk alone.......
Im allergrößten Glück und im allergrößten Leid ist der Mensch ganz allein.
Mit Ausnahme derjenigen, die an Gott glauben.
Wenn wir Gott nicht in unser Herz hineinlassen, kann er logischerweise nicht eingreifen!
Wenn wir in Freud und Leid alleine bleiben wollen, dann wird Gott später einen erneuten Versuch unternehmen. Eins ist sicher, er gibt nie auf........
"Hat Gott in Ihrem Leben
"Hat Gott in Ihrem Leben schon einmal eingegriffen?"
Angesichts der im Beitrag enthaltenen Beispiele dafür, dass Gott bei Begebenheiten, wo es um Leben und Tod ging/ geht, wo grausamste Verbrechen auch an Kindern begangen werden, nicht eingegriffen hat bzw. nicht eingreift, wäre es mehr als peinlich, wenn jetzt hier jemand z. B. schreibt, "Gott hat mir bei der Partnersuche geholfen" oder "Gott hat mir einen guten Arbeitsplatz verschafft" oder "Gott hat mir bei der Prüfung geholfen". Es kann ja jeder glauben, was er will, aber man sollte sich doch mal fragen, warum Gott dem einem bei Lapalien hilft, während er dort, wo es um Leben und Tod geht, nicht hilft. Da stimmt doch was nicht. Wenn Gutes geschieht, zu sagen, Gott hat geholfen und wenn Schlechtes geschieht, zu sagen, Gott ist eben oft unverständlich und undurchschaubar (Ratzinger geht ja sogar so weit, schon das Stellen der Theodizee-Frage als Anmaßung zu beschimpfen), ist unredlich.
Der Glaube, "dass Gott im tiefsten Elend da ist und bleibt", aber nicht hilft (obwohl er es könnte), wäre für mich kein Trost, sondern noch eine zusätzliche Belastung. Ich hoffe, dass ich in problematischen Situationen MENSCHEN habe, die da sind und bei mir bleiben (auch wenn sie möglicherweise nicht wirklich helfen können).
Null Bock auf Dein Desaster
Willst Du wirklich den HERRN, deinen Gott, vergessen und statt dessen sündigen Menschen nachfolgen?
Wie bitte?
Von sündigen Menschen erhoffst du dir Trost und Beistand im tiefsten Elend?
Ich wette mit dir, nach drei Tagen lässt sich keiner mehr blicken, weil man keine Lust mehr hat, auf dein Kreuz und deine Trauermiene. Selbst die allerbesten Freunde wollen nicht jahrelang dein Kummerkasten sein! Was dann? Dann stehst Du alleine da mit Deinem Schlamassel.
Gästin wrote:Willst Du
Ich glaube nicht an die Existenz eines "Herrn"bzw. Gottes, der darauf angewiesen ist, mir seinen Willen durch selbsternannte Vermittler (Theologen, Bischöfe, Pfarrer u.ä.) mitzuteilen - ich bin mein eigener Herr.
Die Menschen um mich herum sind weder besser noch schlechter als ich - warum soll ich nicht auf sie bauen (auch auf die Gefahr hin, enttäuscht zu werden)?
Wie schon erwähnt: für mich wäre der Glaube, dass ein allmächtiger Gott zwar mit mir mitleidet, aber aus unerfindlichen Gründen nicht hilft, kein Trost.
Worin unterscheidet sich denn Ihrer Meinung nach ein Gott, der in dramatischen Situationen nicht hilft, von einem Gott, den es gar nicht gibt?
Gegenüberstellung
Also nochmal:
1. Gott greift in diese Welt ein, indem Gott - Mensch wird.
2. Es handelt sich um Jesus
3. Jesus ist sowohl Gott als auch Mensch
4. Jesus hat sich auf einen Berg gesetzt und er hat seinen Mund aufgemacht und er hat seine Jünger gelehrt.
Er hat sie sozusagen eingeweiht. Ich nenne dir ein Beispiel. Jesus hat seinen Jüngern gesagt "Selig seid ihr,
wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch."
Jesus war kein selbsternannter Vermittler sondern Gottes Sohn. Jesus hat seine Jünger ausgebildet. Er hat sie darauf hingewiesen, dass diejenigen, die reinen Herzens sind, Gott schauen werden und dass die Friedfertigen Gottes Kinder heißen werden und diejenigen unter den Gotteskindern, die Leid tragen, sollen getröstet werden. Gotteskinder bekommen Trost und Beistand auch im tiefsten Elend. Das ist eine verbindliche Zusage!
Normalerweise ist der Teufel der Gegenspieler Gottes. Deshalb bin ich schon erschrocken, dass Du dein eigener Herr sein willst.
Ich kann leider nur zwischen Gott und Teufel unterscheiden. Der Teufel mit seinem freien Willen untersteht nicht der direkten Herrschaft und der direkten Befehlsgewalt Gottes. Der Teufel ist ein Faktenverdreher und ein bösartiges Scheusal, ein Verführer und Versucher, ein Erzfeind und Unmensch und ein Verwirrer.
Du sagst, dass die Menschen um dich herum, nicht besser noch schlechter sind als du selber. Enttäuschungen mit eingerechnet. Oh!
Wer Gottes Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann/Frau, der sein Haus auf Sand baut. Aber bitte: Tu, was Du nicht lassen kannst, bau auf deine eigenen Worte oder auf die Worte von deinesgleichen.
Kleiner Tipp für deine Zukunft: Für deine Altersvorsorge könntest Du dein Geld auch in Aktien anlegen.
Ein Gott kann nicht real agieren
Die Götter der Menscheit sind immer schon imaginäre Freunde gewesen. Es gibt kein Wirken in der Realität. Alle Menschen, egal an was sie glauben oder auch nicht, sind von den gleichen Schicksalsschlägen und positiven Begebenheiten gleichermassen betroffen. Bei gottgläubigen Menschen kommt hier allerdings ein selektives Ausleseverfahren von Begebenheiten zum Einsatz, welches dazu dient, die eigene Überzeugung, den Wunsch es möge der geglaubte Gott irgendetwas tun zu untermauern. Das ist meines Erachtens ein intellektueller Selbstbetrug. Vermutlich fehlt aber auch einfach der Blick über den Tellerrand des eigenen Glaubenskonstruktes, denn diese Glaubenserfahrungen eines eingreifenden Gottes gibt es in jeder Religion.
Vielmehr ist doch die Sachlage eine ganz andere:
Wäre doch nach mittlerweile 2000 Jahren Christentum ein Wirken dieses Gottes tatsächlich vorhanden, also ein Eingreifen in die Realität, so muß es signifikante untersuchbare Abweichungen der Normalität geben. Jedes eingreifen eines übersinnlichen Wesens in die Realität wäre automatisch auch Gegenstand der naturwissenschaftlichen Forschung, welche ja gerade die Realität zu beschreiben versucht. Ein solcher Gott wäre also Gegenstand der Forschung und damit letztlich eine erklärbare, zur Realität gehörende Komponente. Damit würde er seine "göttlichkeit" verlieren, die ja gerade auf dem "unfassbaren, übersinnlichen" beruht.
Demnach kann ein Gott immer nur ein Märchen bleiben.
Cory
Putzig
Es ist doch ausgesprochen putzig, mit welchem Engagement, mit welcher Vehemenz die Atheisten uns Christen missionieren wollen.
Sehr ergötzlich
Ich finde dieses Vorgehen ebenfalls sehr possierlich und drollig!
Ich amüsiere mich spitzbübisch!
Entspann Dich wrote:Es ist
Meinungsäußerung ist nicht gleich missionieren.
Kein Märchen sondern Wahrheit
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Aber Hallo! Warum sollten diese Worte ein Märchen sein???
Denn wer da bittet, der empfängt, und wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Ich kann bezeugen, dass es so ist! Selber schuld, wenn Du immer an der gleiche Türe anklopfst, die partout nicht aufgehen will!
Doch ein Märchen
Hallo Gästin,
hätten Sie aufmerksam meinen Beitrag gelesen, könnten Sie sich dort wiederfinden. Ich spreche Ihnen keineswegs ihre subjektiven, höchsteigenen Erfahrungen mit ihrem "Gott" ab. Wie in einem anderen Beitrag bereits angedeutet ist es allerdings höchstpeinlich Banalitäten einem gnädig und fürsorglichen Gott zuzuschreiben, während mangels eingreifen desselben wesentlich schlimmere Dinge in der Welt stattfinden. An diesem Theodizee-Problem krankt das gesamte Christentum.
Sie berufen sich mit Ihren Worten "wenn Du immer an die falsche Tür klopfst" auf einen falschen, bzw. nicht ausreichend vorhandenen Glauben? Aber genau das ist es doch, was das Märchen ausmacht. Je mehr man glauben will, und je stärker man selbst überzeugt sein möchte (u.A. auch durch indokrinierenden Einfluß anderer "Glaubensgeschwister") desto eher findet man eben in jenen Banalitäten seine Götter. Das funktioniert in jeder Esoterik gleichermaßen.
Was Sie allerdings dabei übersehen, ist die Tatsache dass diese Begebenheiten für einen Außenstehenden nicht überprüfbar sind, im Gegenteil, es ist kein Zusammenhang von Begebenheiten und dem jeweiligen Glauben nachzuweisen. Und das wiederum deutet dann daraufhin, dass der betroffene sich mit seiner Interpretation der Dinge selbst betrügt.
Diese Gotteserfahrungen sind rein psychologisch bedingte Projektionen auf ein geglaubtes Gottesbild.
Und ja, ich gebe Ihnen recht, je stärker man sich beeinflussen läßt, je intensiver man zu glauben wünscht, desto wahrscheinlicher glaubt man auch das Absurdeste. Ich halte das aber im Gegensatz zu Ihnen nicht für ein Privileg oder ein Geschenk, sondern für eine Bankrotterklärung des eigenen Verstandes.
Cory
Märchen & Co oder Projektion hin oder her...
Hallo Cory und liebe Gästin!
Gott erhört meine Gebete fast immer, wenn ich um Sonnenschein bitte. Echt! Sonst habe ich als gläubige und entschiedene Christin eher seltener Gebetserhörungen, denn Gott ist kein Automat - wie schon vom Autoren des oberen Artikels vermerkt wurde. Aber es gibt auch ein Zitat, welches heißt: "Gott erhört unsere Gebete immer. Entweder tut er das worum wir gebeten haben, oder er schickt uns Menschen das, worum wir hätten beten sollen". In der Bibel wird nirgendwo berichtet, dass wir Christenmenschen nur auf sonnigen Höhen gehen und nur Gebetserhörungen haben. Jesus führt uns auch durch Tiefen und läßt uns auch die bittere Realität des Lebens in seiner Nachfolge erkennen.
Jetzt dürft Ihr ungestört weiter diskutieren oder streiten...
Reales Leben mit Regen
Bittere Realität mit Sonnenschein!
AHA! Das ist endlich mal eine ganz neue Perspektive!
Gott ist also doch eine Maschine, der vorbestimmte Abläufe selbsttätig („automatisch“) ausführt.
Nach Sonnenschein kommt Regen!
"Lieber Gott lass die Sonne wieder scheinen...."
....so sang früher Conny Frobes...
Manchmal kommt auch der Sonnenschein nach dem Regen!
Gott ist dennoch kein Automat. Manche Menschen nennen diese Abläufe auch "Schicksal".
Und was sagt der Volksmund?: "Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist".
mfg
Pleite gehen?
Ich wollte eigentlich folgendes zum Ausdruck bringen:
Wenn nun dein Sohn/Tochter dich um Brot bittet, wirst Du dann einen Stein geben? Wenn dein Kind dich um einen Fisch bittet, wirst du dann eine Schlange geben? Gewiss nicht! Du wirst deinen Kindern das geben was sie brauchen.
Wie viel mehr wird der Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Also ich kann hier keine Beeinflussung/Manipulation feststellen.
Bankrotterklärung des eigenen Verstandes? Insolvenz? Konkurs? Pleite? Ruin?
Ich würde eher sagen, dass es sich um Gebetserhörung handelt!
Im Märchen kommen stets grausame Elemente vor (wie harte Strafen) und bitterböse Figuren spielen die Hauptrolle. Gott ist aber weder ein siegreicher Held noch ein böser Bube. Ergo: Kein Märchen!
Ignoranz der Realität
Mir fehlen die Worte,
wie kann man solch Aussagen treffen trotz Kenntnis der Realität. Wie weit sind sie von gesunder Wahrnehmung bereits entfernt? Welches Brot gibt ein Gott im gläubigen Afrika denn den Menschen, die dort täglich verhungern? Es wären noch weit mehr, die dort verenden würden, gäbe es nicht MENSCHEN (keine Götter), die dort unten Hilfe leisten würden. Menschen, denen Sie wie Ihrem anderen Beitrag jede Hilfeleistung absprechen, denen sie Sündhaftigkeit und Unzuverlässigkeit vorwerfen. Ich hoffe für Sie, wenn Sie denn mal Hilfe benötigen - das keiner der Menschen Ihre Äußerungen ernst nimmt und sie mit Ihrem geglaubten Gott alleine läßt.
Es zeugt von krankhafter Ignoranz diese Tatsachen durch Gefrömmel zu verleugnen.
Übrigens zu Ihrem letzten Absatz gilt zu sagen, dass Sie wohl das Alte Testament nie wirklich gelesen haben, kann das sein? Dort ist ein jähzorniger, strafender und egozentrischer Gott beschrieben, ein Gott der Genozid befiehlt und selbst durchführt, ein Gott der bis auf wenige Ausnahmen alles auslöscht, ob dem eigenen Fehler seiner Schöpfung der ihm wohl unterlaufen sein soll.
Wie sie sehen hat auch Ihr Märchen alle Elemente die dazugehören.
Ich vermisse in Ihren Antworten - und zwar in allen bisherigen - die Bereitschaft sich sachlich mit den Argumenten auseinanderzusetzen, dabei habe ich das Gefühl, dass Ihnen das nicht möglich ist.
Aus diesem Grunde werde ich auf weitere Diskussion verzichten, denn ehrlich gesagt komme ich mir etwas veralbert vor. Zumindest ist es unter meinem Niveau.
Cory
"Sommer-Märchen"
Hallo Cory!
Natürlich gibt es im AT den strafenden und zürnenden Gott. Auch in den Psalmen finden wir nicht nur einen liebenden Gott, denn da taucht auch die Warum-Frage auf. Den liebenden Gott finden wir nur am Kreuz, aber dies glaubt nun nicht jeder intelligente Mensch. Denn der lebendige Glaube ist ein Geschenk.
Es gibt allerdings auch eine "unnüchterne Frömmigkeit". Je nach welcher Glaubensrichtung man angehört, findet man dann erst viel später zur Alltagsrealität zurück...
Psalme
Psalme stammen aus dem AT
Verfasser war meistens König David.
Daten und Fakten aus dem Paradies
ähem - mein Bekenntnis ist evangelisch - solus Christus - Neues Testament = liebender Gott !
Sie sprechen vom Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Ich spreche aber von Gott Vater, Sohn Jesus und dem Heiligen Geist.
Übrigens: Gottes Schöpfung hatte keine Fehler, jedoch Adam und Eva, Sie und ich und alle Menschen bis dato.
Gefrömmel? Wohl eher nackte Tatsachen.
Gästin wrote:Übrigens: Gottes
Gottes Geschöpfe können nur fehlerhaft sein, wenn Gott entweder bei der Schöpfung gepfuscht hat und alles aus dem Ruder lief (das sollte einem allwissenden und allmächtigem Gott allerdings nicht passieren); oder wenn er mutwillig alles so geschaffen hat, dass fehlerhafte Geschöpfe entstehen (dann allerdings kann er diesen ihre Fehlerhaftigkeit nicht zum Vorwurf machen - er allein wäre der Schuldige).
Ende des Märchens
Nö, gepfuscht hat der Mensch, weil er sich nicht an die Anweisungen Gottes gehalten hat.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tun sie das noch heute.
Und die Moral von der Geschicht?
Zuerst Bibel lesen und dann diskutieren!
Durch die Bibel ein besserer Mensch?
Lieber Mitmensch, der Sie sich unter Anonymous verbergen,
ich kann mit guten Gründen feststellen, dass ich mehr als die meisten Gläubigen in der Bibel gelesen habe. Beweis: Mein Buch „Warum ich kein Christ sein will“ (4. Auflage, 2011), hier vor allem die Kapitel V und VI. Gerade die intensive Lektüre dieses voller Gewalttätigkeit und Inhumanität strotzenden Buches hat mich weit weg vom Glauben geführt. Dass darüber hinaus auch anerkennenswerte und beherzigenswerte Worte der Barmherzigkeit und Nächstenliebe enthalten sind, bestreite ich nicht. Diese werden aber durch die grausamste und erbärmlichste Erfindung seit Menschengedenken, der Hölle nämlich, wieder aufgehoben. Denn Jesus wird nicht müde, Nichtgläubigen diese ewige(!) Feuerfolter anzudrohen, wenn sie seinen Worten nicht folgen. Gott, der angebliche Schöpfer dieser Welt, soll es allein mit seinem Wort geschafft haben, die Welt aus dem Nichts in die Wirklichkeit eintreten zu lassen, aber die Menschheit allein durch sein Wort – die Bibel – zu überzeugen, ist ihm nicht gelungen. Stattdessen hat das Christentum in seinem Namen eine blutige Spur durch die Geschichte gezogen mit Millionen(!) Gequälten und Getöteten: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen, biblisch gebilligte Sklaverei, blutigste Missionierung Lateinamerikas, Judenverfolgung von Beginn an usw. Welchen Grund soll ich haben, einer solchen Lehre zu folgen??? (www.uwelehnert.de)
Durch die Bibel ein besserer Mensch?
Nein Christenmenschen sind nicht besser als andere Menschen, aber sie haben einen Herrn der über ihrem Leben wacht. Durch den Umgang mit der Bibel wird man kein besserer Mensch, nein, aber die Bibel und die Zehn Gebote geben unserem Leben Wegweisung wie die Straßenverkehrsordnung.
Übrigens habe ich durch das Bibelstudium meine persönliche Sündhaftigkeit erkannt, auch wenn ich an den Kreuzzügen und der Hexenverbrennung nicht teilgenommen habe oder noch gar nicht lebte.
Außerdem wird Jesus Christus nicht müde, auch Sie zu lieben - auch wenn Sie seine Liebe nicht erwidern. Gott ist auch in dem Fall kein Automat - er zwingt uns Menschen nicht, an ihn zu glauben und ihn zu verehren.
PS. Außerdem waren die Menschen und Gruppen, die Sie in Ihrem Kommentar aufführen, wirklich überzeugte Christen?
Fehlerfrei
Lieber Uwe Lehnert,
einige Gegenfragen an Sie:
War Jesus vielleicht bestechlich?
Hat er vielleicht so wie Sie ein Buch geschrieben und den Erlös in die eigene Tasche gewirtschaftet?
Hat Jesus Sie gezwungen mit ihm mitzuwandern?
Hat Jesus seine Identität verschleiert oder verschwiegen?
NEIN, hat er nicht!
Die Biografie und der Charakter von Jesu ist so wunderbar wie sein Leben, und beides spricht von Gott.
Wenn das Christentum bloß eine Erfindung des Menschen ist und die Bibel nicht von Gott stammt, wie können Ungläubige dann das Leben Jesu Christi erklären? Seine historische Existenz können Sie lieber Uwe wohl nicht abstreiten.
Wie kommt es, dass Jesus ohne Gewalt und Betrug, ohne Waffen und ohne Geld und Bestechung einen grandios tiefen Eindruck in der Welt hinterlassen hat? Was haben Sie eigentlich an ihm auszusetzen?
Gästin wrote: Wie kommt es,
Die Legende von Jesus wurde hauptsächlich mit Gewalt in der Welt verbreitet; heute wird sie durch das Verknüpfen von Helfen und Missionieren verbreitet und von reichen, mächtigen Institutionen beschützt und an die nächsten Generationen weitergegeben - der "tiefe Eindruck in der Welt" ist also ganz banal zu erklären.
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