Pro und Contra: Ausgiebig Weihnachten feiern - oder nicht?

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Weihnachten mit Pomp und Gloria oder doch eher konzentriert auf das christliche Wesentliche? Beides geht.

01.12.2012 | von Anne Kampf, Lilith Becker

Contra: Schon der Herrnhuter Stern hat zu viele Zacken

von Anne Kampf, Redakteurin bei evangelisch.de

"Es begab sich aber zu der Zeit….. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe… Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen….". Schon die biblische Legende, "Weihnachtsgeschichte" genannt, klingt nach Kitsch. Meine Weihnachtsgeschichte steht im Johannesevangelium: "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." (Joh 1,14).

Weihnachten ist doch angeblich ein christliches Fest, oder? Also: Wir feiern, dass Gott Mensch geworden ist, "inkarniert" sagen Theologen dazu. Das Kind in der Krippe - von mir aus - wenn man es als Symbol auffasst, um das Unbegreifliche zu erfassen: Gott hat sich klein gemacht, herabgebeugt. Er ist nicht ein ferner Herrscher auf seinem Himmelsthron, sondern der Menschenfreund, der uns hier auf Erden nahe sein will. Seine Schöpfung, seine Menschen sind ihm nicht egal, er ist bei uns und geht mit durch die tiefsten Krisen der menschlichen Existenz. Nichts anderes drückt die Geschichte von Jesus für mich aus.

Foto: epd-bild/ulrich niehoff

Weihnachten ist ein christliches und ein frohes Fest - einverstanden, und das möchte ich gerne feiern: Mit Gottesdienstbesuchen, mit Gemeinschaft, mit Liedern aus dem Gesangbuch, mit der Lektüre der entsprechenden Texte im Alten und Neuen Testament. Von mir aus kann eine Kerze daneben stehen -  weil das gemütlich ist - aber bitte nur eine! Schon der Herrnhuter Stern hat mir zu viele Zacken. Die rot-gelb-blauen Lichtschläuche vor den Fenstern meiner Nachbarn verabscheue ich ebenso wie das Leucht-Reh im Vorgarten und die nikolausförmige Weihnachtslied-Abspielmaschine mit Bewegungsmelder im Treppenhaus. Dieses Jahr werde ich das Ding sabotieren!

Ich mag nicht das Gedrängel auf dem Weihnachtsmarkt und meide glühweinbetrunkene Menschenpulks, lasse mich ungern im Kaufhaus von "Stille Nacht“ berieseln und von zehntausend LED-Lampen blenden. Auch Spekulatius und Dominosteine finde ich überflüssig. Man kann auch normal geformte Kekse und Schokolade essen. Machen wir uns doch nichts vor: Alles, was zur Vorweihnachtszeit in unseren Städten und Wohnzimmern stattfindet, ist Volkskultur und Kommerz - nicht Religion. In der Bibel kommen weder Tannenbäume noch Lichterketten noch Plätzchen vor. Der Advent war früher eine Fastenzeit, das finde ich gar nicht so abwegig, denn weniger Kalorienzufuhr schadet gewiss nicht der Konzentration auf das Wesentliche (siehe oben).

Letztes Jahr war ein Weihnachten ganz nach meinem Geschmack: Meine Eltern waren in den Urlaub geflohen, das Familienfest in der Heimat fiel also aus. Ich war trotzdem da, im leeren Elternhaus im Siegerland, und verbrachte ein Weihnachtsfest ganz ohne Brimborium: Jeden Tag ein gepflegter Gottesdienst, danach Nudeln mit Tomatensoße aus der Packung. Dann die Oma im Altenheim besucht, die zum Glück vergessen hatte, dass Weihnachten war.


 

Pro: Weihnachten, ein Sprung ins pralle Leben

von Lilith Becker, Redakteurin bei evangelisch.de

Ich liebe die Adventszeit. Ich liebe Weihnachten. Und ich liebe alle Konsequenzen, die das große Fest an Schmuck, Licht und Musik bereithält! Das warme Licht der Weihnachtsbeleuchtungen auch der kleinsten Städte verziert Fußgängerzonen und sonst graue Häuserschluchten; mancherorts liegt der Geruch von Lebkuchengewürzen und Kaminfeuern in der Luft. Alle Radiosender und Kaufhäuser erinnern mit abgedroschenen und neuen Weihnachtsschlagern an das große Fest.

Zugegeben: die Hektik in der Fußgängerzone mag ich nicht so sehr. Aber ich mag das Ziel, in dem diese Hektik endet. Für mich endet es in einem Sprung ins pralle Leben! Und das Beste: am ersten Advent geht es los mit diesem Sprung. Die Printen im Supermarkt habe ich schon vor ein paar Tagen gekauft. Plätzchen backe ich mit meiner Mutter und Schwester immer einen Tag vor den Adventssonntagen.

Foto: epd-bild/Steffen Schellhorn

Ich übe Weihnachtslieder auf dem Klavier (ich muss jedes Jahr neu üben, denn gut kann ich es nicht). Jedes Jahr singen wir dann laut und schräg an den Adventssonntagen und an Weihnachten. Vor allem an Weihnachten: da schmettern wir die altbekannten Lieder ("Kling Glöckchen", "Oh Tannenbaum" "Ihr Kinderlein kommet", "Es ist ein Ros’ entsprungen") und lachen uns darüber kaputt, wie schief das Durcheinander unserer Stimmen durch die geschmückten Räume unserer Wohnungen schallt. Und wir schmücken gerne. Und viel.

Besonders das Wohnzimmer meiner Eltern wird für mich zum Inbegriff von Weihnachten umfunktioniert: am ersten Advent hängt mein Vater den Herrnhuter Stern auf, der seiner Großmutter gehörte. Auf dem Klavier steht die Weihnachtspyramide, die sich angetrieben von vier Wachskerzen dreht und das warme Licht an der Decke tanzen lässt. Den Esstisch schmückt ein großer Adventskranz voll mit bunten Kugeln und vier knallfarbenen Kerzen.

Mit dem Weihnachtsgeschenke kaufen sind wir schon seit Anfang November beschäftigt. Wir lieben es, uns gegenseitig eine Freude zu machen. Es geht dabei nicht um den reinen Wert der Geschenke. Es geht darum, sich über den jeweils anderen Gedanken zu machen. Was könnte ihr oder ihm eine Freude machen? Deswegen beschenken wir uns innerhalb unserer großen Familie mit vier Geschwistern und Anhang ohne Ausnahme. Ein riesiger Berg Päckchen liegt dann am Heiligen Abend unter der reich geschmückten Tanne und glitzert ins Wohnzimmer hinein.

"Wir freuen uns, es geht uns gut und deshalb feiern wir." Das ist das Motto meiner Familie. Wir wissen ja nicht, wie lange es so bleibt, dass es allen gut geht. Das Leben ist schließlich ein Prozess. Und so ist auch die Familie immer in Bewegung. Vergangenes Jahr an Weihnachten war meine kleine Tochter drei Monate alt. Dieses Jahr an Weihnachten bringt meine Schwester ihr zwei Monate altes Baby mit. Wir feiern mit unseren Familien und unseren Eltern die Adventszeit und Weihnachten. Was für ein tolles Privileg. Gerade in der Weihnachtszeit, wenn es draußen kalt ist, rücken wir drinnen im Warmen als Familie zusammen. Und je mehr uns an den Anlass unseres Zusammenrückens erinnert, umso besser.

"Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Johannes 3,16). An Weihnachten feiern wir das Leben, dass uns gegeben wurde. Unseres und das von Jesus, dass uns daran erinnert, wie glücklich wir sein dürfen. Und umso lauter, heller und bunter es ist, umso schöner!

Kommentare

Am meisten regt mich diese Leukämie-Gala im Fernsehen auf! Man könnte grad glauben, es gibt nur Leukämie-Kranke auf der Welt. Jose Carreras kassiert vor Weihnachten sämtliche Spenden für seine eigenen Belange ein. Sehr ungerecht das Ganze Spektakel, wenn man bedenkt, dass es auch noch viele andere unheilbare Krankheiten gibt!!!

José Carreras Gala 2012: Platz 1 bei den öffentlich-rechtlichen Spendengalas im Advent Spendenstand am 15. Dezember, 18.00 Uhr: 7.575.458 Euro

Mit 4,1 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 14,4 Prozent ist die José Carreras Gala in diesem Jahr die zuschauerstärkste vorweihnachtliche Benefizshow im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Unglaublich!

[Kommentar gelöscht. Bitte drücken Sie sich verständlich aus. Die Redaktion.]

Und wie soll den Kommentar irgendjemand verstehen, wenn Sie ihn löschen?
Also gut, ich erklär's noch mal. Schauen Sie sich die Diskussion zu diesem Thema an. Also die schiere Anzahl der Beiträge und die Daten dieser Beiträge. Und dann fragen Sie sich, was Sie sich davon erhoffen können, dieses Null-Thema auch noch einen zweiten Monat in aufgewärmter Form durchzuziehen. Mein Eindruck ist: Es lockt keinen Hund hinterm Ofen hervor.
War das nun verständlicher?
Aber nicht löschen, sonst versteht es wieder keiner :-)

Lieber Kopfschüttler,

die Weihnachtszeit endet am 6. Januar, dann ist auch dieses Thema von der Seite, das keineswegs einen zweiten Monat "durchgezogen" werden soll.

Dieses Jahr hatten wir einen Generationswechsel. Meine Tochter hat nun die abendlichen Feierlichkeiten zum heiligen Abend übernommen, bestehend aus Abendessen und Bescherung. Jedoch ohne die sonstigen Rituale (musizieren, singen, biblische Geschichte vorlesen). Meine Tochter hat mir bereits zuvor mitgeteilt, dass sie es satt hat, dass "ich" jedes Jahr bestimmerisch vorgebe, was an Heilig Abend zu geschehen hat! Gesagt - Getan: Ich habe mich rausgehalten und die Jungen machen lassen.

Dann - pünktlich um 22.00 Uhr - nein, nicht die Christmette - sondern die Ankunft der Freunde, so ca 10 Personen und dann wurde Party gefeiert. Die "Alten" haben Platz gemacht und sind heimgetrottet. Das war`s: x-mas!

Da kann ich mich SG aus E nur anschließen: Das ist es, was mich jedes Jahr aufs Neue ärgert, auch enttäuscht:

Die Adventszeit beginnt in den Supermärkten scheinbar spätestens im September, wenn ich noch an Schwimmbad - und, wenn überhaupt schon, an Erntedank denke.

In der stillen Zeit, wenn es auf Ewigkeitssonntag zu geht, eröffnen vielerorts mit viel Brimborium und Jingle Bells (eigentlich ein toller Song...) die "Weihnachtsmärkte" (wohlgemerkt: nicht "Adventsmärkte"!).

In der Adventszeit dann haben vielerorts die Geschäfte auch am Adventssonntag geöffnet, damit möglichst keine Auszeit vom sogenannten "Weihnachtsstress" - mittlerweile durchaus ein geflügeltes Wort - statt findet.

Oft schon vor dem vierten Advent, auf jeden Fall aber einige Tage vor Weihnachten schließen dann die meisten sogenannten Weihnachtsmärkte wieder.

Das ist auch die Zeit, in der es dann in den Supermärkten keine Stollen, keine Lebkuchen und auch nur noch verbilligte Reste an Dominosteinen gibt. Dafür aber manchmal bereits Sekt im Sonderangebot und Knabberzeug und Luftschlangen für Silvester.

Und beginnt dann die Weihnachtszeit mit bzw. nach den Feiertagen so richtig, dann stolpert man allerorts schon wieder über die abgeschmückten Tannenbäume und hört von Tauschbörsen für missliebige Weihnachtsgeschenke. Und im Fernsehen gibt's einen Actionfilm nach dem anderen (weil (by the way) die ganzen Jahresrückblicke ja schon Ende November gelaufen sind).

Mir würde es also fürs erste schon reichen, zur passenden Zeit Weihnachten zu feiern, um "richtig" Weihnachten zu feiern. Und dann übrigens gerne mit Gottesdienst, Kerzenlicht UND Lebkuchen und Geschenken...

Liebe Anne Kampf, am liebsten würden Sie die Weihnachtsmärkte systematisch lahm legen und sämtliche Lichterketten samt Glühwein und Dominosteinen auf den Mond schießen!

Anstatt in der leeren elterlichen Wohnung sich zu verbarrikadieren, würde ich an ihrer Stelle eher an Weihnachten das Land verlassen. Ihre Eltern sind doch ein gutes Vorbild. Feiern in Gemeinschaft ist auf jeden Fall erstrebenswert!

Ja, Feiern in Gemeinschaft ist schön - zum Beispiel heute der Gottesdienst zum ersten Advent im Kreise von Studienkollegen - mit dem Lied "Macht hoch die Tür"! 

Zum "Contra"-Kommentar kann ich nur sagen:
Wenn ich zwischen zwar "gepflegten", aber einsamen Nudeln mit Tomatensoße im Siegerland und einer tendeziell über-kommerzialisierten Adventseinheit, bestehend aus Dauerberieselung mit Stiller Nacht, Last Christmas und Rudolf, dem roten Rentier (meinten die Dame eigentlich Ren oder Reh?) sowie Dauervertilgung von Pfeffernüssen, weissen Dominos und klebrigem Glühpunsch zu wählen hätte, ich sage es mal so: meine Wahl wäre gewisslich nicht die der Autorin!

Die Adventszeit sollte man m.E. nach wirklich mit allen Sinnen genießen, besonders auch in Stille bei leuchtenden Adventskerzen wie auch bei frohen, traditionellen und "frommen" Liedern! Das deutsche Repertoire hierzu ist doch mindestens so schön und umfangreich wie zB die alten englischen carols. Dazu genehmige man sich ausgiebig - aus "religiösen" Gründen zu fasten finde ich unangebracht, aus gesundheitlichen muss es ja nun nicht gerade im Dezember sein - Christstollen, mit Liebe gebackene (idealerweise geschenkt bekommene) Plätzchen und natürlich Apfelsinen, Nüsse sowie die herrlichen weihnachtlichen Gewürze: Zimth, Nelke, Kardamom usw.! Gerne auch im Punschglas mit Freunden daheim. Sterne o.dergleich in Fenster und Hof finde ich herrlich! Aber bitte nur in natürlichem, weißem Licht, keine blauen LED's, oh nein!

Dem größtenteils nur "konsumgeilen" und weihnachtsmannbuntem kitschigen Kaufhaus- und Weihnachtsmarktterror muss man sich doch überhaupt nicht aussetzen.

Genießen kann ich warme Getränke bei kaltem Wetter, gemütliche Beleuchtung bei Dunkelheit und geselliges Zusammensein (allerdings nicht unbedingt an einer Bude stehend...) wohl auch - das hat für mich aber weniger mit Weihnachten oder Advent, sondern mit Winter zu tun. Winter = kalt und dunkel.
Advents-, also Ankunftserwartungsstimmung, oder weihnachtliche, also auf die heilige Nacht und die Freude darüber gerichtete Gefühle, ruft dieses Drumherum allerdings nicht hervor. Die entstehen fast ausschließlich beim Lesen entsprechender Literatur, beim Kirchgang und bei anderen, "inhaltslastigen" Zusammenkünften.
Es soll ja jeder so machen, wie er oder sie mag. Aber dass man - um nicht mit Budenzauber etc. zwangsbeglückt zu werden - regelrecht in die Einsamkeit oder ins Ausland flüchten soll... schade.
Ich hoffe und freu mich auf jede Menge Advents- und Weihnachtszeit abseits vom Trubel und mit dem Blick auf das große Gottesgeschenk (das ja sowieso sämtliche Einzelhandelsangebote alt aussehen lässt.)!

An Weihnachten darf man schon mal fünfe grade sein lassen und abfeiern - schließlich bereitet man sich mit den ganzen Glühweinorgien in der Adventszeit lange genug darauf vor. Und es gibt ja auch Grund zur Freude: Schließlich feiern wir Weihnachten, weil Jesus auf die Welt gekommen ist, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Man muss ja nicht nach der Christmette die halbe Nacht in irgendwelchen Spelunken versacken, aber ganz nüchtern sollte man die Weihnachtstage nicht an sich vorüberziehen lassen. In meiner Heimatstadt Kulmbach gibt es am 24. Dezember tagsüber traditionell den "Heiligen Frühschoppen", die Innenstadt wird zur Partyzone, und so lange sich die Promillezahl im Rahmen hält, ist das ein Riesenspaß. "Happy birthday, Jesus!"

Mir kommt's so vor, als hielten viele den Advent für Weihnachten: Geschenke kaufen, Weihnachtsmarkt, Glühwein, Weihnachtsfeiern in den Betrieben und den Vereinen - mit dem Heiligen Abend als krönendem Abschluß. Danach kommen noch die Verwandten zu Besuch und dann geht's endlich in den Urlaub zum Skifahren.

Ich hab's so gelernt, daß Weihnachten am Heiligen Abend _abends_ anfängt und bis Dreikönig dauert.

Wer weiß es: Wann bauen die Läden und Kaufhäuser die Weihnachtsdekoration wieder ab?

Ja, wann ist eigentlich Weihnachten? Bei uns im Oberhausener Centro wurde in diesem Jahr (also 2012) der Weihnachtsmarkt bereits am Mittwoch vor VOLKSTRAUERTAG feierlich eröffnet. Ein Unding? Weder die örtlliche evangelische noch die katholische Kirche haben sich aufgeregt. Ich habe einen geharnischten Leserbrief an die örtliche Zeitung geschrieben. Und habe von meinen Bekannten nur positive Rückmeldungen bekommen. Was kann man tun, um diese ökonomischen Auswüchse zu stoppen? Auf die Synoden kann man nicht hoffen. Die haben soviel mit der Verwaltung und mit dem Lamentieren über die Zahlen der Austritte zu tun, das dafür nun wirklich keine Zeit mehr bleibt.
Kann vielleicht evangelisch.de die Weihnachtsmärkte im September oder Oktober zum Thema des Monats machen? Als Aufhänger schlage ich Interviews von evangelischen und katholischen Bischöfen vor. Das hätte dann auch den guten Nebeneffekt, dass das Thema Weihnachtsmärkte frühzeitig auch auf die Tagesordnung der Synoden gesetzt werden könnte.

Lieber Herr Niemeyer,

das ist ein gutes Thema, das nehmen wir im Herbst mal auf.

Besten Gruß,

Hanno Terbuyken

Vermehrt "entfallen" Weihnachtsgottesdienste.
Das sagt doch wohl alles über die Wertigkeit der Weihnachtstage aus.

Weihnachtsgeld gibt`s auch nicht mehr, folglich auch keine Weihnachtsgeschenke! Unser Betrieb "spendet" unsere Weihnachtspräsente an sonstige Gruppierungen. Weihnachten ist eine einzige Enttäuschung!

...sobald die Faschingsumzüge durch die Straßen ziehen! Fasching gehört jedoch noch zum Weihnachtsfestkreis!

Bei uns in der Familie wird es dieses Jahr etwas schwierig, denn der Schwiegersohn möchte logischerweise mit seinen eigenen Eltern feiern und meine Tochter möchte mit uns feiern. Das könnte Zündstoff geben.

Die andere Tochter bringt ihren Freund mit nach Hause und die dritte Tochter ist erst 12. Dann werden noch die Großeltern eingeladen. Dann: Gemeinsames Abendessen, Lieder singen, Bescherung. Ich gehe dann als Einzige von der family zur Christmette und der Rest der Familie taucht bereits um 22.00 Uhr in den Alltag ein. Schade - aber was soll man machen?!

Letztes Jahr wurde während der Christmette, zuhause "Hannes und der Bürgermeister" "geglotzt". Hannes und der Bürgermeister ist eine lose Folge schwäbischer Volkstheaterszenen, die vor allem im Südwesten Deutschlands erfolgreich ist. Werden Folgen davon ausgestrahlt, so verfolgen Millionen an Zuschauern die Sketche im Fernsehen. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Immer wenn es im Rathaus klemmt, hört man den Bürgermeister durch die Amtsräume rufen: "Dr Hannes soll reikomma"! Der Hannes ist der Amtsbote und ein richtiges Schlitzohr!

Vielleicht sollte Jesus eher ein Schlitzohr sein?

Meine Familie würde eher drei Stunden in die Mäulesmühle (Theater) sitzen, als eine Stunde in die Kirche.

Traurig - aber wahr!

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