Bundestag billigt Vertrag mit Dachverband reformierter Kirchen

Bundestag billigt Vertrag mit Dachverband reformierter Kirchen
Der Bundestag hat einen Vertrag gebilligt, der die Arbeit der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen mit Sitz in Hannover erleichtern soll.

Die Abgeordneten stimmten am Donnerstagabend einem Gesetzentwurf zu, der für Mitarbeiter und Gäste des internationalen Dachverbandes die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland sowie den Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung vereinfacht.

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Im Januar 2014 hatte die Weltgemeinschaft aus vorrangig finanziellen Gründen ihre Geschäftsstelle mit weniger als zehn Mitarbeitern von Genf nach Hannover verlegt. Das Land Niedersachsen hat dem Dachverband von derzeit 229 reformierten Kirchen mit rund 80 Millionen Mitgliedern den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen.

Deutsche Mitglieder sind die Evangelisch-reformierte Kirche und die Lippische Landeskirche. Generalsekretär der konfessionellen Organisation ist seit August der kanadische Pfarrer Christopher Ferguson. Die reformierten Kirchen stehen in der Tradition von Johannes Calvin, John Knox, Ulrich Zwingli und anderer Reformatoren des 16. Jahrhunderts. Reformierte Gemeinden sind sehr basisorientiert, die Kirchenleitung erfolgt presbyterial-synodal im Unterschied zu bischöflich geleiteten Kirchen. Sie zeichnen sich aus durch einen sachlichen Stil in der Gestaltung der Kirchen und der Verkündigung.