Herrmann: Innenminister müssen Strategie gegen "Pegida" entwickeln

Foto: dpa/Sven Hoppe
Herrmann: Innenminister müssen Strategie gegen "Pegida" entwickeln
Bayerns Ressortchef Joachim Herrmann (CSU) sieht die Innenminister von Bund und Ländern in der Pflicht, eine Strategie gegen die islamfeindlichen Demonstrationen der sogenannten "Pegida"-Aktivisten zu entwickeln.

"Der Aufruf zur Toleranz allein wird hier nicht reichen", sagte Herrmann der "Bild"-Zeitung (Freitagsaugabe). Das Schüren von Ressentiments gegen Muslime sei völlig inakzeptabel. Die Innenminister sollten "Ängste der Bevölkerung aufnehmen, bevor es rechtsextremistische Rattenfänger mit ihren dumpfen Parolen tun".

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Intoleranten islamfeindlichen Strömungen müsse sich die Politik entgegenstellen, sagte der CSU-Politiker, und forderte zugleich, den "Islamismus - also die radikale Ausprägung des Islam - bekämpfen". Dabei dürfe die Religionsfreiheit friedlicher Muslime nicht infrage gestellt werden.

Unter anderem in Dresden, Düsseldorf und Kassel, aber auch in anderen Städten finden seit einigen Wochen regelmäßig islamfeindliche Demonstrationen statt, die teils wachsenden Zulauf haben. In Köln beraten am Freitag die Innenminister der Länder zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) unter anderem über Demonstrationen gegen den Islam.