Leben im Pfarrhaus - "verbindlich und verlässlich"
Foto: epd-bild/Rainer Oettel
Die reinste Idylle: Das Pfarrhaus von Mulda an der Freiberger Mulde im Erzgebirge.
Gar nicht so einfach, ein Gesetz zu schreiben, das ins Schlafzimmer der Pfarrhäuser hineinregiert. Bisher hatten die Landeskirchen ihre eigenen Regeln, jetzt soll ein Konsens erzielt werden darüber, was in dem Beruf geht und was nicht. Schließlich sind Pfarrerinnen und Pfarrer Vorbilder – ob sie wollen oder nicht – und ihr Privatleben ist vom Dienst in der Gemeinde nicht zu trennen. Sie müssen jederzeit erklären können, wie ihre Lebensführung mit ihrer Verkündigung übereinstimmt. Viele meinen, bei nichtchristlichem oder gleichgeschlechtlichem Partner sei das schwierig, und ein Zusammenleben ohne Trauschein schicke sich für Pfarrerinnen und Pfarrer auch nicht.
Es geht um den Paragraphen 39 des Pfarrdienstgesetzes, der mit "Ehe und Familie" überschrieben ist. Die Absätze 1 und 2 lauten: "(1) Pfarrerinnen und Pfarrer sind auch in ihrer Lebensführung im familiären Zusammenleben und in ihrer Ehe an die Verpflichtungen aus der Ordination (...) gebunden. Hierfür sind Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitige Verantwortung maßgebend. (2) Pfarrerinnen und Pfarrer sollen sich bewusst sein, dass die Entscheidung für eine Ehepartnerin oder einen Ehepartner Auswirkungen auf ihren Dienst haben kann. Ehepartnerinnen und Ehepartner sollen evangelisch sein. Sie müssen einer christlichen Kirche angehören; im Einzelfall kann eine Ausnahme zugelassen werden, wenn zu erwarten ist, dass die Wahrnehmung des Dienstes nicht beeinträchtigt wird."
In welcher Lebensform auch immer...
Die Ehe ist die häufigste Form des Zusammenlebens im Pfarrhaus. "Ehe" steht gleich in der Überschrift des Paragraphen und kann auch als Norm verstanden werden: Pfarrerinnen und Pfarrer sollten am besten verheiratet sein. Doch die Autoren des neuen Gesetzes haben den Begriff "Leitbild" für die Ehe sorgsam vermieden. Darin steckt zu viel Anspruch, den nicht alle Pfarrerinnen und Pfarrer erfüllen können oder wollen. Professor Jan Hermelink, Praktischer Theologe an der Universität Göttingen, hält es gegenüber älteren Pfarrdienstgesetzen für "einen relativen Fortschritt, dass dieser normative Aspekt zurückgenommen wird."
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Die Formulierungen in Absatz 1 findet Hermelink "relativ gelungen", weil sie ziemlich offen sind. "Es wird ja versucht, das inhaltlich zu fassen. Also mit den Stichworten Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, gegenseitige Verantwortung." Dr. Simone Mantei sieht das ähnlich. Sie beschäftigt sich als Pfarrerin und Wissenschaftlerin an der Universität Mainz mit Pastoraltheologie und Frauenforschung und meint, die genannten Grundsätze seien "an kein Rechtsinstitut gebunden, sondern sollten für alle Christen und Christinnen Maximen zur Gestaltung ihres Zusammenlebens (in welcher Lebensform auch immer) sein".
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind in Absatz 1 mit gemeint, auch wenn das - absichtlich - nicht so deutlich drin steht. Damit steht den Landeskirchen eine Hintertür für oder gegen die "Homo-Ehe" offen. Die brauchen sie auch, denn über gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Die Landeskirchen können in eigenen, zusätzlichen Gesetzen regeln, was für sie geht und was nicht.
Reformierter Pfarrer: "Dieser Satz ist rassistisch!"
In der sächsischen Landeskirche wäre es über die Frage der Homo-Ehe beinahe zur Kirchenspaltung gekommen: eine Gruppe von evangelikal-konservativen Christen hatte heftig protestiert. In Württemberg sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Pfarrhaus grundsätzlich nicht erlaubt - nur ausnahmsweise auf Antrag. In Hessen-Nassau kann man sich über so etwas nur wundern: "Wir sind schon relativ liberal im Multikulti-Rhein-Main-Gebiet", sagt Pressesprecher Stephan Krebs. Professor Hermelink hält dazu fest: "Theologisch-ethisch ist es sehr schwierig zu begründen, warum nicht ein lesbisches Pfarrerinnenpaar genauso gut im Gemeindepfarramt sein kann wie ein heterosexuelles."
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Nicht weniger heftig wird der Streit um Absatz 2 geführt: "Ehepartnerinnen und Ehepartner sollen evangelisch sein. Sie müssen einer christlichen Kirche angehören (...)" Theus Bracht, Vorsitzender des Vereins der Pastorinnen und Pastoren der Reformierten Kirche, meint: "Dieser Satz ist rassistisch!" Es könne doch nun einmal passieren, dass ein Pfarrer oder eine Pfarrerin sich in einen Atheisten oder Muslim verliebt. In Württemberg verlor eine Vikarin ihre Stelle, nachdem sie einen Muslim geheiratet hatte – sie durfte ihre Ausbildung in Berlin fortsetzen. Die Reformierte Kirche würde den gesamten Absatz 2 gern aus dem Gesetz streichen, der Verein der Pastorinnen und Pastoren überlegt sogar, dagegen zu klagen.
Wenn die Unterschiede in den Landeskirchen so groß sind - wozu soll es überhaupt ein einheitliches, EKD-weites Pfarrerdienstrecht geben? Pfarrer Thomas Jakubowski, Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer, begrüßt die Initiative grundsätzlich: "Man möchte eine höhere Verbindlichkeit der juristischen Begriffe, damit die Rechtspflege leichter wird." So ähnlich ordnet Jan Hermelink von der Uni Göttingen das Gesetz ein: "Ein Recht hat ja immer dann einen Sinn wenn es darum geht, Konflikte zu regeln. Und da es immer wieder Konflikte gibt bei der Frage nach Ehe und Familie, ist es schon sinnvoll, Grundsätze zu formulieren."
Dienstrecht mit Berufsethos verwechselt?
Mittlerweile haben 13 Landeskirchen sowie die Union Evangelischer Kirchen (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) dem Pfarrdienstgesetz zugestimmt, und es gilt überall dort bereits. Bremen, Hessen-Nassau und Westfalen stimmen im Herbst ab, so dass das Gesetz zum 1. Januar 2013 in Kraft treten kann. Die neue gegründete Nordkirche kann sich erst später damit befassen. Lediglich die Evangelische Kirche in der Pfalz zieht nicht mit, sondern plant ein eigenes Pfarrdienstgesetz: Sie hat kein Interesse daran, die Diskussion über gleichgeschlechtliche Partnerschaften und gemischtreligiöse Ehen in Pfarrhäusern überhaupt zu führen.
Evangelisch.de stellt ab heute in der Serie "Leben im Pfarrhaus" unterschiedliche Familien vor: Ein gleichgeschlechtliches Paar, eine alleinstehende Pfarrerin, ein Pfarrerpaar mit vier Söhnen, eine Patchwork-Familie und eine interreligöse Familie. Daneben kommen Pfarrerskinder zu Wort und erzählen, wie es ist, im Pfarrhaus aufzuwachsen. Die Beiträge erscheinen in den kommenden Wochen immer montags und donnerstags auf evangelisch.de.
Kritik am neuen Pfarrdienstgesetz übt Simone Mantei von der Uni Mainz: Die Kirche solle sich nicht so stark ins Private einmischen – zumindest nicht per Gesetz. "Dienstrechtlich tut sie gut daran, sich aus den Schlafzimmern ihrer Mitarbeitenden zurückzuziehen. Ihre Aufgabe besteht meines Erachtens darin, den Pfarrern und Pfarrerinnen berufsethische Normen zu vermitteln. Das Privatleben ist nicht egal für ihren Beruf, aber das Bewusstsein dafür gehört primär in den Bereich der Professionsethik und nicht des Dienstrechts." Besonders in der Begründung des Paragraphen 39, wo von einer "Dienstpflicht zu einem Zusammenleben in Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitiger Verantwortung" die Rede ist, wurde nach Ansicht von Simone Mantei "definitiv Dienstrecht mit Berufsethos verwechselt".
In eine ähnliche Richtung geht die Kritik von Thomas Jakubowski, dem Vorsitzenden des Pfarrerverbandes: "Man hat nicht zuerst theologisch überlegt, was hinter dem Pfarrerberuf steht, sondern sofort juristisch gedacht." Auf dem Pfarrertag vom 16. bis 18. September soll darüber diskutiert werden - das Treffen steht unter dem Motto "Welche Pfarrerinnen und Pfarrer braucht das Land?" Thomas Jakubowski überlegt: "Brauchen Pfarrer eventuell auch ein Gegenbild zur Welt, eine Vision, zum Beispiel was Dauerhaftigkeit und Treue in Beziehungen angeht? Gehen wir in der Welt? Oder sind wir nur noch Himmel?" Das Thema sei im Moment schwierig für die Pfarrerinnen und Pfarrer, sagt der Vorsitzende. Sie erleben so viel mehr als "Vater-Mutter-Kind", können gar nicht anders - und spüren dabei doch oft den Druck "christlicher" Normen, der auf ihrem Beruf lastet.


Kommentare
Hochprozentiges für Jeden
Wenn es nur "Vater-Mutter-Kind" Pfarrehen gibt, dann wird der Pfarrer/in in der Gesellschaft nur noch verstärkt als "absonderlich und schrullig abwegig" gesehen, der wirklichkeitsfern in einem Pfarrhaus residiert, wo beziehungsmässig alles picobello in geordneten Bahnen verläuft. Warum sollte ein Pfarrer nicht mal ausflippen und ein Donnerwetter loslassen und alle Heiligen verwünschen? Oder einer schönen Frau auf den Hintern schauen? Macht doch jeder normale Mann! Warum soll eine Pfarrfrau ihren Mann nicht auch mal auf den Mond schießen, so wie das eben so üblich ist in den meisten Familien???
Es ist doch absonderlich und unrealistisch dass man vom Pfarrer/in erwartet, dass diese eine Ehe führen, die auch noch schwärmerisch perfekt ist.
Warum sollte ein Pfarrer nicht auch alleine leben dürfen? Schliesslich war Jesus auch ein Singel und er hatte nicht mal einen festen Wohnsitz. Ständig ist er mit seiner Männer und Frauen- Clique durch die Lande gezogen und hat sich anderweitig verköstigen lassen. Und das war völlig okay.
Ein Pfarrer ist ein stinknormaler Mann, warum sollte er sich nicht anderweitig verlieben dürfen oder eine unglückliche Ehe einfach auflösen?
Eine Pfarrerin ist eine stinknormale Frau. Warum wird erwartet, dass sie weltentrückt und weltverloren in versponnenen Sphären hehere Werte verkörpern soll? Vielleicht will sie auch mal einen Schnaps trinken beim Gemeindefest ohne dass gleich als Schnapsdrossel abgestempelt wird.
Also - lasst die Pfarrer/innen normale Leute sein.
Pfarrer haben sich jahrelang
Pfarrer haben sich jahrelang mit einem Heiligenschein nach außen bekränzt. Erst seit ein paar Jahren sind sie als "Menschen" in Erscheinung getreten. Das ist gut so, macht sie glaubhaft und authentisch. Wenn sie jetzt auch noch über ihre Sorgen und Nöte offen sprechen, sich zu ihren Schwächen bekennen, werden sie zu realen Menschen, denen man auch Glauben schenken möchte.
Der Beruf "Pfarrer " darf nicht als abgehoben, sondern als ein akademischer Beruf, wie viele andere akademische Berufe mit einer vorausgegangenen Berufung(vergleichbar z. B. mit einem Arzt - verstanden werden.
Jeder Mensch hat ein Recht auf eine Privatsphäre. Ob es sich nun um einen Rockstar, einen Schauspieler oder einen Pfarrer handelt!!!!
Und in der Pfarrers Schlafzimmer hat niemand etwas zu suchen!!!!
"sola gratia"... Wäre der
"sola gratia"... Wäre der Mesch so untadelig (und ja wirklich, auch PfarrerInnen sind bloß Menschen) könnte man sich diesen Grundsatz wohl sparen.
Seid fruchtbar und mehrt Euch reizt mich nicht
Statt nur das Pfarrersehepaar ins Visier zu nehmen, sollte man eher den ganzen Kirchengemeinderat mal genauer aufs Korn nehmen. Vielleicht sollten wir dort mal durchs Schlüsselloch schauen. Der Kirchengemeinderat leitet die Gemeinde und dieser setzt auch die Werte um, die in der Bibel stehen oder sie tun es eben leider Gottes nicht. Wer wacht schon darüber? Scheint doch der EKD völlig Pipe zu sein!
Mein Vorschlag wäre, dass man sich mal um das Privatleben und sonstige kirchliche Leben dieser gemeindlichen Führungskräfte kümmert und diese mal genauer ins Auge fasst. Darunter sind gewiss einige Damen vom anderen Ufer. Und auch der eine oder andere warme Bruder wird ebenfalls die Gemeinde leiten.
Was soll`s? Kinder kann man schliesslich auch adoptieren oder in Pflegschaft aufnehmen, sofern die Freikirchler nicht alle alleinstehenden Kinder und Jugendlichen alleine beheimaten.
Seid fruchtbar und mehrt Euch reizt mich nicht
Lieber Gast,
die evangelische Kirche ist synodal verfasst, das heißt die Gemeinden leiten sich selbst. Wie schön, wenn in den Presbyterien und Kirchenvorständen die gesamte bunte Regenbogenfamilie vertreten ist! Es gibt niemanden (bei der EKD oder sonstwo), der das Recht hätte, den kirchenleitenden Gemeindegliedern "durchs Schlüsselloch" zu schauen und deren Privatleben zu verurteilen - und das ist auch gut so!
Viele Grüße
Anne Kampf
Zusammengewürfelt
Wenn schon in das Schlafzimmer der Pfarrhäuser hineinregiert wird, dann sollte auch in das Schlafzimmer der Presbyterien und Kirchenvorständen hineinregiert werden.
Klar, eine "Regenbogenfamilie" sieht zwar farbenfroh leuchtend und buntscheckig aus, aber in einer Familie ist es auch üblich, dass jeder sein Scherflein beiträgt und sei es nur eine Mitgliedergebühr oder eine Beitragszahlung, zumindest aber eine Maut oder Taxe, ein kleiner Opulus oder wenigstens ein Opfer.
Wenn Familienmitglieder nur die Hand aufhalten, dann ist das nicht fair!
Lediglich grellfarben hervorzustechen - blendend, reißerisch und verschiedenartig - ist gelinde gesagt viel "zu wenig"
Schließlich sind nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer Vorbilder. Auch die Kirchengemeinderäte – ob sie wollen oder nicht – auch deren Privatleben und deren Berufsleben ist vom Dienst in der Gemeinde nicht zu trennen.
Ich bin der Meinung, dass wir den Fokus endlich mal auf die wahrhaftigen Macher richten sollten!
NORMAL?
Zum Parallelbericht - Leben im Pfarrhaus: "Normal" ist ihr Lieblingswort, möchte ich nur eins sagen:
Grundgesetz § 5 - Dort ist die "Meinungsfreiheit" geregelt.
Ansonsten: "Kein Kommentar"
Es ist schön, dass wir uns in
Es ist schön, dass wir uns in unserer Räuberbande absolut aufeinander verlassen können und verbindlich miteinander leben. Wir freuen uns immer darauf, wenn Egon wieder kommt. Wie sagte doch schon der heilige Augustin: Was sind die Staaten, wenn ihnen die Gerechtigkeit fehlt? Eine Räuberbande.
Was ist die evangelische Kirche ohne das heilige Wort Gottes? Welche Bedeutung hat es, wenn das Wort der Schrift verändert, verdreht, erweitert oder verkürzt wird? Worauf wollt ihr Euch denn verlassen? Worauf beruht denn Eure Verbindlichkeit? Wovor habt Ihr eigentlich Angst?
Olsen`s Räuberbande
Wer ist Egon?
Ein Langfinger, ein Spitzbube, ein Ganove?
Oder Eure Katze?
Antwort
Egon Olsen - noch nie gehört?
Nein, noch nie gehört!
Nein, noch nie gehört!
Oder ist es der Olsen, der anderen immer das Wort im Munde herumdreht?
Das Leitbild hat Vorbildfunktion
Warum sollen gerade Pfarrer und Pfarrerinnen "Vorbild" sein??? Die Kirchengemeinden orientieren sich doch seit einiger Zeit an ihrem selbst erstellten "Leitbild".
Vorbild ist nicht der Gemeindepfarrer sondern das "Leitbild".
Ein Leitbild soll für die Mitarbeiter und Mitglieder die Frage beantworten
- „Für welche VISION stehen wir als Gemeinschaft?“,
- „Welche Mission wollen wir gemeinsam erreichen?“ und
- „Welche Werte und Prinzipien sollen unser Handeln leiten?“
Das Leitbild ist das Fundament und nicht der Pfarrer/in!!!
In Leitbildern werden oft mit viel Aufwand ein Idealbild beschrieben, das wenig mit der Realität gemein hat und es wird keine Antwort gegeben, wie dieses Idealbild Realität wird.
Steht im Leitbild auch etwas über das Leben im Pfarrhaus???
Meine Meinung zum Thema Leitbild
So werden wir Christen dem Leitbild gleichförmig und uns also papierförmig machen. Das Problem ist freilich, dass uns von den zehn Geboten her untersagt ist, dass wir uns ein Bild machen, weder von dem, was oben auf der Erde, noch von dem, was im Himmel, noch von dem, was unter der Erde ist. Der christliche Glaube muss persönlich weitergegeben werden, alles andere trügt.
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